Aus Fehlern lernen

 

Gutes Fehlermanagement sichert die Behandlungsqualität

 

DÜSSELDORF (BIERMANN) – Fehler passieren überall – deshalb gilt: Machen Sie das Beste draus und sehen Sie sie als Chance!

Ein effektives Fehlermanagement besteht aus zwei Teilen: die Ergreifung präventiver Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern sowie die Schaffung klarer Regelungen zur Analyse aufgetretener Fehler.

Für eine geeignete Prävention ist es erforderlich, zunächst die individuellen Ursachenbereiche für die in der jeweiligen Praxis vorkommenden Fehler zu ermitteln. Diese lassen sich in zwei Kategorien aufteilen: die "Prozessfehler" und die "Fertigkeits-/ Kenntnisfehler".

Die Prozessfehler umfassen am häufigsten diejenigen, die innerhalb der Administration, in den verschiedenen Arbeitsabläufen sowie bei der Kommunikation entstehen. Zu den "Fertigkeits-/ Kenntnisfehlern" zählen vor allem das Stellen falscher Diagnosen und die fehlerhafte Durchführung von Behandlungen.

Sind die für die jeweilige Praxis spezifischen Ursachenbereiche ermittelt worden, müssen individuelle Maßnahmenkataloge erstellt werden. Die häufigsten Maßnahmen betreffen dabei erfahrungsgemäß die Bereiche Schulung und Dokumentation. Durch intensive regelmäßige Schulungen wird zum Beispiel eine optimale Sicherheit in Bezug auf Fehlbedienungen erzielt.

Fehlerhafte Dokumentationen können nicht nur zu Störungen innerhalb des Praxisablaufs führen, sondern auch zu fehlerhaften Therapieempfehlungen. Aus diesem Grund sollten die Vorgaben zur Dokumentation häufig auf ihre Vollständigkeit und Eignung sowie auf ihre Einhaltung hin überprüft werden. Gegebenenfalls ist auch hier eine regelmäßige Schulung empfehlenswert.

Sind die häufigsten Fehlerursachen bekannt, sollte die Praxis-Leitung Maßnahmenkataloge erarbeiten und stringent umsetzen. Deren Einhaltung muss auf jeden Fall regelmäßig überprüft werden.

Ist ein Fehler aufgetreten, muss dieser genau dokumentiert werden, um ihn später effizient analysieren zu können. Als Grundregel gilt: es wird alles gemeldet bzw. dokumentiert, was nicht hätte passieren sollen. Dabei ist es ganz gleich, ob der Fehler die Verwaltung oder die Behandlung betrifft oder wie groß seine Auswirkungen sind.

Damit Fehler bzw. "unerwünschte Vorfälle" schnell und einheitlich erfasst werden können, bietet sich die Verwendung eines Formblatts an, das auch als Excel-Vorlage in der Praxis-EDV zur Verfügung gestellt werden kann. Aufgenommen werden sollten sämtliche Daten und Fakten, die den Fehler umfassend beschreiben, einschließlich der Betrachtung der Rahmenbedingungen.

Durch die gleichzeitige Analyse der Fehler lassen sich unmittelbar Maßnahmen festlegen, die diese Art des Fehlers mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit vermeiden lassen. Erhalten auch Ihre nicht betroffenen Mitarbeiter den Fehlerbericht, dient er zugleich als Präventionsinstrument.

Quelle: Henning A. Goebel
optimed Impulse für Medizin-Berufe GmbH
www.optimed-duesseldorf.de

Ihr Direktservice

Login

Warenkorb0

enthält keine Produkte


Direktbestellung

Call Back

Rückrufgrund
 
 
 
 
 

Katalog anfordern

Katalog wählen



Zuletzt angesehen

bisher keine Produkte angesehen