Medizinklimaindex Frühjahr 2011 bleibt negativ

 

Praxisführung weiterhin eher konservativ und (zu)wenig auf Marketing bedacht

KÖLN (BIERMANN) – Insgesamt bewerten niedergelassene Ärzte in Deutschland ihre wirtschaftliche Lage und die Perspektive für die kommenden sechs Monate weiterhin ungünstig. Das ergibt der Medizinklimaindex (MKI) Frühjahr 2011 der Stiftung Gesundheit mit einem Wert von -11,7. Doch damit ist die Stimmung unter den Niedergelassenen so positiv wie selten zuvor.

Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage schätzen die niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten erstmals leicht positiv ein: 23,9 Prozent bewerten sie als gut, 52,8 Prozent als befriedigend und 23,3 Prozent als schlecht.

Der Ausblick auf die kommenden sechs Monate ist jedoch negativ: 35,7 Prozent erwarten, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtern wird. Nur 11,8 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

Doch im Frühjahr 2009 war der MKI noch auf dem Rekordtief von -36,9. Seitdem geht der Trend stetig bergauf: Im Herbst 2009 lag der MKI bei -21,7, im Frühjahr 2010 bei -18,7 und vor einem halben Jahr bereits bei -15,0. Lediglich im Frühjahr 2007 haben die Ärzte mit einem MKI von -11,6 ihre wirtschaftliche Situation positiver bewertet als momentan.

Deutliche Unterschiede bestehen zwischen den Fachgruppen: Der MKI der Humanmediziner liegt bei -16,2. Die Zahnärzte bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage und die Aussichten für die kommenden sechs Monate annähernd neutral mit einem MKI von -3,3. Die Psychologischen Psychotherapeuten sind hingegen sehr optimistisch: Ihr MKI liegt bei +11,9.

Diese Untersuchung hat die GGMA Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse im Auftrag der Stiftung Gesundheit durchgeführt.

Von Marketing versprechen die Ärzte, Zahnärzte und psychologischen Psychotherapeuten sich jedoch offenbar nur wenig: In der Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2010“ – ebenfalls von der GGMA im Auftrag der Stiftung Gesundheit erstellt – gab gut ein Fünftel der Befragten (22,4 Prozent) an, für 2010 ein Marketingbudget festgelegt zu haben. 10,3 Prozent wollen dieses Budget in diesem Jahr erhöhen, 11,8 Prozent werden weniger investieren. Der Großteil kalkuliert sein Budget unverändert zum Vorjahr.

Dabei zeigt sich, dass die (Zahn-)Ärzte das Internet beim Marketing für wichtiger halten als ihre Mitarbeiter: 68,9 Prozent sehen die Internetpräsenz ihrer Praxis als wichtigste Marketingmaßnahme an – 6,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Bei der Frage nach den drei wichtigsten Marketingmaßnahmen landete das Auftreten der Mitarbeiter mit 53,5 Prozent auf dem zweiten Platz. Die drittwichtigste Maßnahme ist das äußere Erscheinungsbild der Praxis. Dies antworteten 43,3 Prozent der niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und psychologischen Psychotherapeuten. Im Vergleich zum Vorjahr verlieren diese beiden klassischen Maßnahmen jedoch an Bedeutung.

Quelle: Stiftung Gesundheit. Für mehr Informationen klicken Sie hier.

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