Vorsicht bei Schnäppchen-Portalen

 

Landgericht Köln untersagt Zahnarzt-Angebote auf Groupon und DailyDeal

 

KÖLN (Biermann) – Das übermäßige Anpreisen von Zahnarztleistungen auf Groupon und DailyDeal ist rechtswidrig. Das hat das Landgericht (LG) Köln in einem Urteil vom 21. Juni 2012 (Az. 31 O 25/12) entschieden.

 

Ein Zahnarzt hatte auf diesen Portalen verbilligte Gutscheine für eine professionelle Zahnreinigung für 19 Euro sowie ein Bleaching und eine kosmetische Zahnreinigung für 149 Euro angeboten. Das war der beruflichen Vertretung der Zahnärzte in Nordrhein jedoch ein Dorn im Auge: Sie zog vor Gericht – und bekam Recht.

 

Unter anderem rügten die Richter, dass die Werbung des Beklagten nur als reklamehaft betrachtet werden könne. Durch derart hohe Rabatte werde der Kunde angelockt, einen „Deal“ abzuschließen, gedrängt noch durch die enge zeitliche Laufzeit des „Deals“ – solche Angebote sind 24 Stunden gültig, der erworbene Gutschein kann in den darauf folgenden zwölf Monaten eingelöst werden.

 

Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass die Online-Plattformen, um die es in dem Verfahren ging, sich nicht nur mit ärztlichen Leistungen befassen, sondern dort „Deals“ vor allem für Vergnügungs- und Konsumangebote wie Restaurants, Kleidung oder Kurzreisen zu finden seien, heißt es in der Urteilsbegründung. So werde der Eindruck erweckt, der Zahnarzt erbringe auch eine solche und keine heilbehandelnde Leistung.

 

Quelle: Urteil des Landgerichts Köln, 31 O 25/12 www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/koeln/lg_koeln/j2012/31_O_25_12_Urteil_20120621.html

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