Mund- und Zahnhygiene in Seniorenzentrum

Erfolgreiches Projekt wird ausgebaut

MEERBUSCH (Biermann) – Die Zahngesundheit wird in Pflegeheimen oft nicht sonderlich groß geschrieben, häufig stehen andere, drängendere Probleme im Vordergrund.  Dass es auch anders geht, zeigt ein Projekt zum Thema Zahnhygiene, dass die ehemalige Zahnarzt-Mitarbeiterin Kirsten Rodriguez vor etwa zwei Jahren im Seniorenzentrum Meridias Meerbusch ins Leben gerufen hat. Mit diesem Konzept, das für viele Pflegeeinrichtungen sicherlich wünschenswert wäre, bewirbt sich das Haus nun für einen Präventionspreis.

Als Leiterin der Abteilung „Gesundheit und Prävention“ entwickelte Rodriguez zusammen mit der Einrichtungsleitung ein Konzept zur Mund- und Zahnhygiene bei älteren Menschen. Das Ziel: zufriedene Bewohner, die sich mit gepflegten Zähnen deutlich wohler fühlen und ein Stück Lebensqualität zurückgewinnen. Vielen Bewohnern konnte seitdem geholfen werden, wie eine erste Bilanz zeigt.

„Viele Menschen, die zu uns in die Einrichtung ziehen, haben aus unterschiedlichen Gründen einen sehr schlechten Zahnstatus“, berichtet Rodriguez. Demenz, Schamgefühl oder Unwissenheit führten dann zu einem massiven Vermeidungsverhalten. Die Senioren wollten nicht zum Zahnarzt oder sich bei der Zahnhygiene helfen lassen.

Fachliche Unterstützung erhält Rodriguez seit mehr als zwei Jahren von Zahnarzt Dr. Dr. Winfried Spittler, mit dem die Einrichtung einen Kooperationsvertrag geschlossen hat. Er kommt seit 2014 regelmäßig in die Einrichtung, um die Zähne und Prothesen der Bewohner zu kontrollieren. Darauf folgten mehr als 300 Behandlungen in seiner Praxis.

Rodriguez koordiniert die Termine für die Bewohner und achtet darauf, dass sie auch eingehalten werden. „Wir wussten, dass viele medizinische Behandlungen außerhalb des Hauses nötig werden, deshalb haben wir einen besonderen Service eingeführt“, sagt sie. Mitarbeiter der Einrichtung begleiten die Senioren bis in die Praxis des Zahnarztes, meist zu Fuß oder mit dem Rollstuhl. Insgesamt wurde seit Projektstart so knapp 100 Bewohnern geholfen.

Gesichert wird der Erfolg auch durch die Zusammenarbeit und Abstimmung mit einer im Haus angestellten Ökotrophologin. Sie hat eine beratende Funktion, leitet ernährungstherapeutische Maßnahmen ein und bereitet individuelle Kost für die Bewohner in der hauseigenen Küche zu. Zusätzlich werden die Pflegekräfte durch regelmäßige Schulungen für das Thema sensibilisiert.

Quelle: Meridias, 06.09.2016



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