KZBV legt Gesamtstrategie zur Mundgesundheitskompetenz vor

Patienten durch Kommunikation, Information und Beratung fit machen

BERLIN (Biermann) – Am 19. Juni hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) in Berlin eine Gesamtstrategie der Vertragszahnärzteschaft zur Verbesserung der Mundgesundheitskompetenz in Deutschland vorgelegt. Damit bündele und vertiefe sie bereits vorhandene Aktivitäten in diesem Bereich und richte sie neu aus, teilte die KZBV mit. Das Vorgehen sei Teil der bundesweiten „Allianz für Gesundheitskompetenz“, die durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert wurde.

„Bei unserer Strategie legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermeidung frühkindlicher Karies, eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kleinkind- und Vorschulalter“, erklärte der KZBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Eßer. „Eltern und Betreuer können für die Zahngesundheit der Kinder schon früh wichtige Weichen stellen. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, mit unserer Strategie in diesem wichtigen Versorgungsbereich zusätzliche Akzente zu setzen.“

Aktuell lässt die Gesundheitskompetenz in Deutschland zu wünschen übrig: Diesbezüglichen Erkenntnissen zufolge hat mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland Schwierigkeiten, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen, zu verarbeiten und anzuwenden.

Laut der fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) kennt jedes zweite Kind und jeder dritte Erwachsene die Empfehlungen zur Mundpflege. Mit dem Strategiepapier Mundgesundheitskompetenz verfolgt die KZBV nach eigenen Angaben unter anderem das Ziel, relevante Informationen für Patienten zielgruppenorientiert und nutzerfreundlich zur Verfügung zu stellen. Die Mundgesundheitskompetenz soll gestärkt und die Eigenverantwortung für die Mundgesundheit unterstützt werden. „Bereits erzielte Erfolge im Kampf gegen die Karies zeigen, dass dieser Ansatz genau der richtige ist“, sagte Eßer.

Zu den Inhalten der Gesamtstrategie gehören unter anderem die Förderung des konkreten Kommunikations-, Informations- und Beratungsgeschehens in den Praxen, Überlegungen zur Stärkung der Mundgesundheitskompetenz in Planung und Evaluation der Versorgung, die Beteiligung von Patienten an der Gestaltung und Umsetzung von Gesundheitsinformationen, das Bereitstellen von Hilfsangeboten für bestimmte Zielgruppen (zum Beispiel Pflegebedürftige) sowie der leichte Zugang zu Gesundheitsleistungen und -informationen.

Download: Strategiepapier Mundgesundheitskompetenz

Quelle: KZBV, 19.06.2017



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