Cannabis schädigt das Zahnfleisch


Konsumenten leiden stärker unter Attachmentverlust

DUNEDIN (MedCon) – Unabhängig vom Tabakkonsum stellt das Rauchen von Cannabis offenbar einen Risikofaktor für Parodontalerkrankungen dar, berichten Forscher aus Neuseeland.

Das Team um Dr. W. Murray Thomson von der Dunedin School of Medicine untersuchte diesen Zusammenhang in einer prospektiven Kohortenstudie an der Allgemeinbevölkerung.

Dabei wurde der Cannabiskonsum aller Angehörigen der Geburtskohorte, die 1972 und 1973 in Dunedin zur Welt gekommen war, im Alter von 18, 21, 26 und 32 Jahren untersucht sowie Zähne und Zahnfleisch im Alter von 26 und 32 Jahren.

Die Nachbeobachtungsrate bei den 1015 Teilnehmern, die bis zum Alter von 32 Jahren überlebten, betrug 96 Prozent, die vollständigen Daten für die aktuelle Analyse lagen für 903 Teilnehmer (89 Prozent der überlebenden Geburtskohorte) vor

Thomsons Team teilte die Probanden in drei Cannabis-Expositionsgruppen ein: keine Exposition (293 Personen bzw. 23,3 Prozent), leichte Exposition (428 bzw. 47,4 Prozent) und hohe Exposition (182 bzw. 20,2 Prozent).

Den Ergebnissen zufolge, die in der aktuellen Ausgabe des Journal of the American Medical Association kostenlos vollständig nachzulesen sind, hatten im Alter von 32 Jahren 265 Studienteilnehmer (29,3 Prozent) eine oder mehr Stellen mit einem Attachmentverlust von fünf Millimetern oder mehr (periodontal combined attachment loss; CAL).

"Attachmentverlust im Alter von 26 bis 32 Jahren trat in den Gruppen ohne bzw. mit leichter und starker Cannabis-Exposition mit Raten von 6,5 Prozent respektive 11,2 Prozent und 23,6 Prozent neu auf", berichten die Forscher.

Bei ihrer Auswertung berücksichtigten sie auch Tabakrauchen (gemessen in Packungsjahren), Geschlecht, unregelmäßige Zahnarztbesuche und dentale Plaque. Danach sahen die relativen Risikoschätzungen für die Gruppe mit dem höchsten Cannabiskonsum verglichen mit den Nichtkonsumenten wie folgt aus:

  • 1,6 für eine oder mehr Stellen mit einer CAL von vier Millimetern oder mehr,
  • 3,1 für eine oder mehr Stellen mit einer CAL von fünf Millimetern oder mehr,
  • 2,2 für neu auftretenden Attachmentverlust.


Während Tabakrauchen eng mit erlittenen Parodontalerkrankungen zusammenhing, zeigte sich bei der Vorhersage, ob eine solche Erkrankung auftritt, keine Interaktion zwischen Cannabiskonsum und Tabakrauchen.

Quelle: JAMA 2008; 299 (5): 525-31

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