Knochenverlust bei aggressiver Parodontitis


Bessere Vorhersage dank Panorama-Aufnahmen

HEIDELBERG (MedCon) – Im Hinblick auf den bei Parodontalerkrankungen zu erwartenden Knochenverlust könnten Panorama-Röntgenaufnahmen eine Vororientierung bieten, berichten Forscher aus Heidelberg.

Zusätzliche intraorale Filme könnten hilfreich sein, wenn schnelle Veränderungen des Knochenniveaus erwartet würden, wie etwa bei aggressiver Parodontitis, ergänzt das Team um Oberärztin Dr. Dr. Ti-Sun Kim vom Universitätsklinikum Heidelberg.

Das Ziel dieser Studie war zu bestimmen, in welchem Ausmaß das diagnostizierbare Ausmaß an Knochenverlust bei Patienten mit aggressiver Parodontitis oder schwerer chronischer Parodontitis von der Art der verwendeten Röntgentechnik abhängt.

Die Wissenschaftler nahmen insgesamt 110 Teilnehmer, darunter 63 Frauen, in ihre Studie auf. "Die Einschlusskriterien bestanden in der Diagnose einer aggressiven Parodontitis (N = 49) oder schwerer chronischer Parodontitis (N = 61)", beschreiben Kim und ihre Kollegen.

Für alle Patienten seien Panorama-Röntgenaufnahmen und intraorale Filme aller Bereiche (acht bis zehn Einzelaufnahmen) verfügbar gewesen, berichten sie in der Juliausgabe des Journal of Periodontology.

Kim und ihr Team analysierten das verfügbare Bildmaterial mit einer computerassistierten Technik für lineare Messung. Das Ausmaß des Knochenverlusts in Bezug auf den Alveolarkamm und den Grund des Knochendefekts wurde als Prozentsatz der gesamten Wurzellänge bestimmt.

Denn Ergebnissen zufolge wiesen - je nach untersuchtem Zahn und Referenzpunkt - 47,01 bis 81,89 Prozent aller Teilnehmer Unterschiede zwischen den intraoralem und Panorama-Messungen auf, die bis zu zehn Prozent der gesamten Wurzellänge betrugen.

Die Wissenschaftler beobachteten vor allem in den Bereichen der oberen Molaren und Prämolaren bei den Schmelzzementgrenze-Alveolarkamm-Messungen Unterschiede zwischen den intraoralen und den Panoramamessungen, die über zehn Prozent der gesamten Wurzellänge lagen.

"Im Unterkiefer wurden Unterschiede zwischen intraoralen und Panorama-Messungen, die mehr als zehn Prozent der gesamten Wurzellänge betrugen, bei Knochendefekten und dem Alveolarkamm an der mesialen Kontur der zentralen Schneidezähne beobachtet", ergänzen die Autoren.

Quelle: Journal of Periodontology 2008; 79 (7): 1141-9

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