Langfristiges Stillen und Zahngesundheit:


Weder kariogener noch kariesprotektiver Effekt

MONTREAL/MINSK (MedCon) – Welchen Einfluss hat langes und ausschließliches Stillen auf die Entwicklung einer Dentalkaries bei Kindern? Dieser Frage gingen kanadische und russische Forscher um M.S. Kramer nach.

Basierend auf den Daten einer großen weißrussischen Interventionsstudie zur Förderung des Stillens (PROBIT) ermittelten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen langfristigem und ausschließlichem Stillen im Säuglingsalter auf die spätere Zahngesundheit im Alter von sechs Jahren. Für die Analyse standen Daten von mehr als 13.000 Kindern zur Verfügung.

Die soziodemografischen und klinischen Charakteristika der beiden Studiengruppen (mit und ohne Intervention, n=7108 bzw. 6781) unterschieden sich nicht.

Entsprechend den nationalen Vorgaben wurden alle Kinder im Alter von sechs Jahren in einer Poliklinik zahnmedizinisch untersucht. Den untersuchenden Zahnärzten war nicht bekannt, ob die Kinder PROBIT-Teilnehmer sind oder nicht. Alle Daten wurden zentral in Minsk gesammelt und anschließend statistisch ausgewertet.

Letztendlich wurden die Daten von 13.305 Kindern analysiert. Der Anteil der Kinder mit einem DMFT ≥1 bzw. ≥2 lag in der Interventionsgruppe bei 81,9 bzw. 75,8 Prozent und in der Kontrollgruppe bei 84,7 bzw. 78,3 Prozent.

Zwischen den beiden Gruppen, der Interventions- und der Kontrollgruppe, waren keine signifikanten Unterschiede in der Dentalgesundheit zu finden. Damit hat langfristiges und ausschließliches Stillen in dieser Studie weder einen kariogenen noch einen kariesprotektiven Effekt.

Quelle: Caries Research 2007; 41 (6): 484-88.
http://content.karger.com/produktedb/produkte.asp?doi=108596

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