Subgingival appliziertes 0,5%iges Azithromycin vorteilhaft bei chronischer Parodontitis


Zusatz zu Scaling und Wurzelglättung liefert bessere Ergebnisse

BANGALORE (MedCon) – Die Applikation von 0,5-prozentigem Azithromycin (AZM) – in einem bioabsorbierbaren Gel mit kontrollierter Freisetzung – verbessert die klinischen und mikrobiologischen Ergebnisse einer nicht-chirurgischen mechanischen Therapie der chronischen Parodontitis. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Dr. A. R. Pradeep vom Government Dental College and Research Institute, Fort, Bangalore.

Das Team war dieser Frage nachgegangen, da aktuelle Entwicklungen vermuten lassen, dass das lokale Einbringen antimikrobieller Substanzen in Zahnfleischtaschen die parodontale Gesundheit verbessern kann.

Die Wissenschaftler teilten 80 Patienten in zwei Behandlungsgruppen ein: nur Scaling plus Wurzelglättung (SRP, Gruppe 1) und SRP plus 0,5% AZM (Gruppe 2).

Klinische Parameter nahmen sie eingangs sowie nach einem, zwei und drei Monaten auf, darunter den modifizierten Gingiva-Index, den modifizierten Sulkus-Blutungs-Index, die Sondierungstiefe (PD) und das klinische Attachmentlevel (CAL).

Zudem nahmen sie eingangs und nach sechs sowie zwölf Wochen anhand von Dunkelfeld-Mikroskopie eine mikrobiologische Abschätzung des Prozentsatzes morphologisch unterschiedlicher Mikroorganismen (kokkoide Zellen, andere [gerade Stäbchen, Filamente und Fusiforme], mobile Stäbchen und Spirochäten) vor.

Die durchschnittliche Konzentration von 0,5% AZM in der gingivalen Sulkusflüssigkeit wurde anhand der Reverse Phase HPLC abgeschätzt.

Den Ergebnissen zufolge, die in der November-Ausgabe des Journal of Periodontology erschienen sind, führten beide Therapien zu signifikanten Verbesserungen.

Die mittlere PD sank nach drei Monaten um 2,13 ± 0,35 mm in Gruppe 1 und um 2,53 ± 0,52 mm in Gruppe 2. Die mittlere CAL-Zunahme ebenfalls nach drei Monaten betrug 0,60 ± 0,63 mm in Gruppe 1 und 1,07 ± 0,70 mm in Gruppe 2.

"Alle mikrobiologischen Kategorien zeigten signifikante Verbesserung in beiden Gruppen, wobei die Verbesserung in der Test-Gruppe größer war", schreiben die Autoren.

Die mittlere AZM-Konzentrat in allen beobachteten Zeiträumen (eingangs bis 28 Tage) lieferte eine ausreichende antimikrobielle Aktivität (>2 Mikrogramm/Milliliter) und erfüllte die Vorrausetzungen für eine kontrollierte Freisetzung.

Quelle: Journal of Periodontology 2008; 79 (11): 2125-35

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