Zahnfleischerkrankungen verraten erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen


Untersuchung auf Entzündungsmarker empfehlenswert

NEW YORK (MedCon) – Berichtet ein Patient seinem Hausarzt von seiner Zahnfleischerkrankung, sollte dieser auch dann hellhörig werden und ihn auf Entzündungsmarker hin untersuchen, wenn der Patient keinerlei herkömmliche kardiovaskulären Risikofaktoren aufweist.

Zu diesem Ergebnis kommen Heidi Mochari vom New Yorker Columbia University Medical Center und ihre Kollegen. Ihre Befunde stellen sie im American Journal of Cardiology vom 1. Dezember vor.

Demnach waren Angaben der Patienten zu Zahnfleischerkrankungen unabhängig mit Entzündung assoziiert und wurden oft von Patienten gemacht, die keinen der herkömmlichen kardiovaskulären Risikofaktoren aufweisen.

Die Ausgangsanalyse erfolgte unter Personen des Family Intervention Trial for Heart Health (FIT Heart; 421 Patienten; Durchschnittsalter 48 +/- 13,5 Jahre, 36 Prozent nicht-weißer Hautfarbe) des National Heart, Lung, and Blood Institute.

Die Studienteilnehmer wiesen weder kardiovaskuläre Erkrankungen noch Diabetes auf; standardisiert beurteilt wurden Mundgesundheit, Lebensstil, kardiovaskuläre Risikofaktoren und die Entzündungsmarker hochsensitives C-reaktives Protein und die Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2.

Die Forscher werteten statistische Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit, Risikofaktoren und Entzündungsmarkern aus; die logistische Regression wurde eingesetzt, um Effekte des Lebensstils und potenzielle Störfaktoren zu berücksichtigen.

Den Ergebnissen zufolge waren Parodontalerkrankungen - gegenüber den unteren drei Quartilen - unabhängig mit der obersten Quartile der Lipoprotein-assoziierten Phospholipase A2 assoziiert.

Insgesamt 24 Prozent der Patienten ohne Übergewicht, Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte gaben an, schon einmal unter Parodontalerkrankungen gelitten zu haben - davon wiesen 37 Prozent erhöhte Spiegel des hochsensitiven C-reaktiven Proteins (?3 mg/l) oder der Lipoprotein-assoziierten Phospholipase A2 (?215 ng/ml) auf.

Quelle: The American Journal of Cardiology 2008; 102 (11): 1509-13

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