Amoxicillin und Metronidazol bei chronischer Parodontitis


Antibiotika verbessern Ergebnis nach parodontalem Debridement

GENF (MedCon) - Systemisches Metronidazol und Amoxicillin können das klinische Sechs-Monats-Outcome eines nichtchirurgischen parodontalen Debridements des gesamten Mundes verbessern und so die Wahrscheinlichkeit, dass eine weitere Behandlung notwendig ist, signifikant verringern. Dies berichten Schweizer Wissenschaftler in der Märzausgabe des Journal of Periodontology.

Norbert Cionca vom Institut für Parodontologie der Universität Genf und seine Kollegen hatten in einer doppelt verblindeten, placebokontrollierten, randomisierten Studie mit sechsmonatiger Dauer 51 Patienten beobachtet, die innerhalb von 48 Stunden ein parodontales Debridement des gesamten Mundraums erhalten hatten.

Anschließend erhielten 25 Patienten sieben Tage lang dreimal täglich 500 mg Metronidazol sowie 375 mg Amoxicillin, 26 Patienten erhielten ein Placebo. Vor der Behandlung bestanden zwischen den Studienteilnehmern keine Unterschiede in den klinischen Parametern.

Nach der Behandlung hatte sich die allgemeine mittlere Sondierungstiefe von 4,3 ± 0,4 mm auf 3,0 ± 0,2 mm in der Testgruppe und von 4,4 ± 0,4 mm to 3,1 ± 0,3 mm verringert (p = 0,05, Unterschied zwischen den Gruppen). "Bedeutender war aber, dass die Teilnehmer der Verumgruppe eine signifikant geringere Zahl persistierender Taschen mit mehr als vier Millimetern Tiefe sowie weniger Blutungen auf Sondierung zeigten, die einer weiteren Behandlung bedurften (p = 0,005)&quot:, schreiben die Autoren.

So zeigten die Probanden der Verumgruppe sechs Monate nach dem Debridement durchschnittlich nur noch 0,4 ± 0,8 persistierende Taschen, während es in der Kontrollgruppe noch 3,0 ± 4,3 waren. Der Schutzfaktor durch Antibiotika im Hinblick auf das Vorhandensein von mehr als einer Tasche mit einer Tiefe von mehr als vier Millimetern und Blutung auf Sondierung betrug pro Person nach sechs Monaten 8,85.

"Systemisches Metronidazol und Amoxicillin verbesserten das klinische Outcome eines nichtchirurgischen parodontalen Debridements nach sechs Monaten signifikant, wodurch eine zusätzliche Behandlung signifikant seltener notwendig wird", fassen die Autoren ihre Ergebnisse zusammen.

Quelle: Journal of Periodontology 2009, 80: 364-71

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