Anwendungsparameter für die Kariesprophylaxe mittels Kohlendioxidlaser


Besser als Fluoride

AACHEN (MedCon) – Die Bestrahlung mit einem Kohlendioxidlaser kann die Demineralisierung des Zahnschmelzes verringern. Nun haben Wissenschaftler der RWTH Aachen herausgefunden, welche Bestrahlungsintensität sogar effektiver vor Karies schützen kann als die Anwendung von Fluoriden.

Wie Marcella Esteves-Oliveira und ihre Kollegen in der Zeitschrift Caries Research berichten, hatten sie an 276 bovinen Zahnschmelzproben die kariespräventiven Laserparameter ( = 10,6 µm) in drei Untersuchungsschritten untersucht: fünf Fluenzen mit 0,1, 0,3, 0,4, 0,5 und 0,6 J/cm2, kombiniert mit hohen Pulsraten und einer Pulsdauer von 10 µs. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler den Einfluss der Pulsdauer (5, 10, 20, 30 und 50 µs) und einer unterschiedlichen Bestrahlungsdauer (2, 5 und 9 s) auf den Zahnschmelz. Nach der Laserbehandlung wurden die Proben einem achttägigem pH-Wechsel-Regime unterzogen.

Die Demineralisierung bestimmten die Forscher durch Messung der Läsionstiefe im polarisierten Lichtmikroskop, morphologische Veränderungen wurden elektronenmikroskopisch erfasst.

"Die Bestrahlung mit 0,3 J/cm2 für 5 µs bei 226 Hz über 9 Sekunden (2,036 überlappende Pulse) steigerte die Kariesresistenz gegenüber den Kontrollproben um bis zu 81 Prozent und war sogar signifikant besser als die Anwendung von Fluoriden (25%, p < 0,0001)"", schreiben die Autoren. Die Untersuchung mit dem Elektronenmikroskop hätte außerdem keine offensichtlichen laserbedingten Schäden ergeben.

Quelle: Caries Res 2009, 43: 261-268

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