Diabetes und schlechte Mundhygiene


Doppelte Gefahr für die Mundgesundheit

STOCKHOLM (MedCon) Bei schlechter Mundhygiene wirkt sich ein Diabetes mellitus äußerst negativ auf die orale Gesundheit aus. Darauf weisen schwedische Wissenschaftler in den Acta Odontologica Scandinavica hin.

Sie hatten in Pakistan den Einfluss der Stoffwechselerkrankung auf den Parodontalstatus einer Bevölkerungsgruppe mit schlechter Mundhygiene untersucht. Dazu rekrutierten die Wissenschaftler in einem benachteiligten Stadtteil von Karachi 88 Diabetespatienten und 80 Personen ohne Diabetes. Alle Studienteilnehmer wurden einer klinischen und radiologischen Untersuchung unterzogen.

Wie Farzeen Tanwir vom Karolinska-Institut in Stockholm und Kollegen berichten, betrug die durchschnittliche Zahl von Zähnen in den beiden Studiengruppen 24 (Diabetiker) bzw. 26 (Nichtdiabetiker).

Die Odds Ratio (OR) für fehlende oder weniger Zähne war in der Diabetikergruppe allerdings 2,3-mal und damit signifikant höher als in der Gruppe der Nichtdiabetiker (Konfidenzintervall [KI] 1,32 -,4,14; p < 0,001). <br<<br>Diabetische Patienten hatten außerdem tendenziell mehr Stellen mit Plaque als die Kontrollpersonen (OR 1,96, KI 0,99 - 3,88; p < 0,056). Auch eine mittlere bis schwere Parodontitis trat bei den Diabetikern signifikant häufiger auf als bei den Nichtdiabetikern (p < 0,01).<br<<br>"In dieser benachteiligten Population mit schlechter Mundhygiene hat ein Diabetes einen äußerst schlechten Einfluss auf die Mundgesundheit: Diabetiker haben weniger Zähne, mehr Plaque und eine höhere Prävalenz mittlerer bis schwerer Parodontitis als Nichtdiabetiker", schlussfolgern die Autoren.

Quelle: Acta Odontologica Scandinavica 2009, 67: 129 – 133

Ihr Direktservice

Login

Warenkorb0

enthält keine Produkte


Direktbestellung

Call Back

Rückrufgrund
 
 
 
 
 

Katalog anfordern

Katalog wählen



Zuletzt angesehen

bisher keine Produkte angesehen