Einfluss von Overjet und Lippenbedeckung bei Frontzahntraumata


Frühe kieferorthopädische Behandlung kann präventiv wirken

HANNOVER (MedCon) - Die frühzeitige Regulierung eines verstärkten Überbisses kann das Risiko für und den Schweregrad von Frontzahntraumata mindern. Dies geht aus einer Studie im Journal of Orofacial Orthopedics hervor.

Oskar Bauss von der Medizinischen Hochschule Hannover und seine Kollegen hatten die Daten von 1367 Patienten ausgewertet, um die Häufigkeit, die Art und den Schweregrad von Frontzahntraumata zu bestimmen. Den ursprünglichen Überbiss maßen die Wissenschaftler an den Abdrücken vor der Behandlung und teilten die Befunde in zwei Gruppen ein: normaler Überbiss (0 - 3,0 mm) und verstärkter Überbiss (> 3,0 mm).

Die Lippenbedeckung der oberen Schneidezähne beurteilten die Forscher anhand von Fotos der Patienten und stuften sie als adäquat oder inadäquat ein. Daraus ergaben sich drei Studiengruppen: normaler Original-Überbiss mit adäquater Lippenbedeckung (Gruppe 1), verstärkter Original-Überbiss mit adäquater Lippenbedeckung (Gruppe 2) und verstärkter Original-Überbiss mit inadäquater Lippenbedeckung (Gruppe 3).

Die Auswertung der Daten ergab, dass Patienten der Gruppe 1 eine signifikant geringere Prävalenz von Frontzahntraumata zeigten als Patienten aus Gruppe 2 (p = 0,028) und Gruppe 3 (p = 0,003). Die Odds Ratios im Vergleich zu Gruppe 1 betrugen 1,6634 für Gruppe 2 und 2,0336 für Gruppe 3.

Hinsichtlich der Art des Traumas zeigten Patienten aus Gruppe 3 eine signifikant höhere Frequenz parodontaler Verletzungen als Teilnehmer aus Gruppe 1 (p = 0,018) oder Gruppe 2 (p = 0,015). Darüber hinaus hatten Patienten aus Gruppe 3 signifikant häufiger Verletzungen an zwei oder mehr Zähnen als Patienten aus Gruppe 1 (p < 0,001) oder Gruppe 2 (p < 0,001).

Ein verstärkter Überbiss und ein inadäquate Lippenbedeckung erhöhen das Risiko für und den Schweregrad von Frontzahntraumata. "Eine frühe kieferorthopädische Behandlung könnte Zahntraumata bei diesen Patienten verhindern", schlussfolgern die Autoren.

Quelle: Journal of Orofacial Orthopedics/Fortschritte der Kieferorthopädie 2008; 69 (6): 402-10

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