Knochenverlust durch Implantate


In den ersten fünf Jahren nach dem Eingriff minimal

SAN ANTONIO (MedCon) – Eine klinisch signifikante Umformung des Knochens findet beim Einbringen eines Zahnimplantats meist in der Phase zwischen dem Setzen des Implantats und dem abschließenden Einbringen der Prothese statt. In der Folge ist der Knochenverlust, der rund um das Implantat beobachtet werden kann, in den ersten fünf Jahren nach dem Eingriff nur minimal. Dies geht aus einem aktuellen Beitrag im Journal of Periodontology hervor.

Wie Dr. David Cochran vom University of Texas Health Science Center in San Antonio und seine Kollegen berichten, hatten sie 596 Schrauben- oder Hohlzylinderimplantate untersucht, die 192 erwachsenen Patienten eingesetzt worden waren. Die Patienten wurden auf eine adäquate Mundhygiene und das Knochenvolumen hin untersucht.

Dazu verglichen die Forscher Röntgenaufnahmen, die vor sowie sechs Monate und fünf Jahre nach Einbringen des Implantats angefertigt worden waren. Ausschlusskriterien waren unter anderem starkes Rauchen, der Gebrauch von Kautabak, Drogenmissbrauch und unbehandelte Parodontitis.

&quot:;Unsere Ergebnisse bestätigen, dass eine klinisch signifikante Umformung des marginalen Knochens in den ersten sechs Monaten nach dem Setzen des Implantats auftritt. Der durchschnittliche marginale Knochenverlust betrug dabei 2,44 ± 1,20 mm", schreiben die Autoren. Danach traten nur noch klinisch nicht signifikante Veränderungen am Knochen auf.

Insgesamt traten 0,22 ± 0,42 mm Knochenverlust zwischen dem Zeitpunkt der Prothesensetzung und einem Jahr später auf. Danach und bis zum letzten Screening nach fünf Jahren beobachteten die Wissenschaftler einen Knochenverlust von 0,18 ± 0,88 mm.

"Da zwischen dem Setzen des Implantats und dem 5-Jahres-Follow-up ein Knochenverlust von 2,84 ± 1,63 mm auftrat, waren 86 Prozent des über fünf Jahre auftretenden gesamten durchschnittlichen Knochenverlusts bereits zum Zeitpunkt der Prothesensetzung zu beobachten. Der gleiche Trend ergab sich, wenn die Daten nach Implantatdesign (Schraube oder Hohlzylinder), Art der Restaurierung (Einzel- oder Mehrfachimplantat) oder nach der Länge des Implantats (8 - 10, 12 und 14 - 16 mm) ausgewertet wurden", berichten Cochran und Kollegen.

Diese Ergebnisse deuteten darauf hin, dass sich die Faktoren, die den frühen Heilungsprozess um das Implantat beeinflussen, signifikant von denen unterscheiden, die die spätere marginale Knochenumformung bestimmen, schlussfolgern die Autoren.

Quelle: Journal of Periodontology 2009, 80: 725-733

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