Männer mit obstruktiver Schlafapnoe leiden oft unter Bruxismus


Lassen Sie Knirscher auf Schlafapnoe checken

SAN DIEGO (BIERMANN) Während in der Allgemeinbevölkerung weniger als ein Zehntel unter Bruxismus leidet, ist unter Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe rund jeder vierte betroffen. Das belegen Studienbefunde, die Anfang November bei der Tagung CHEST 2009 des American College of Chest Physicians in San Diego vorgestellt wurden.

Diese Daten stimmen mit früheren Daten überein, denen zufolge Bruxismus bei obstruktiver Schlafapnoe besonders häufig ist. Interessanterweise wirkten sich aber auch Geschlecht und Hautfarbe auf die Prävalenz aus. So zeigten vor allem Männer und Weiße mit obstruktiver Schlafapnoe besonders hohe Raten von 43 respektive 35 Prozent.

Für ihre Studie überprüften die Forscher um Dr. Shyam Subramanian vom Baylor College of Medicine in Houston Krankenakten von 150 Männern und 150 Frauen, die ihr Schlafzentrum aufgesucht hatten. Jede Geschlechtergruppe wurde noch in kaukasische, afroamerikanische und lateinamerikanische Subgruppen unterteilt. Anhand von Fragebögen klärten die Wissenschaftler die Prävalenz von Bruxismus und gastroösophagealem Reflux (GERD) ab.

Den Ergebnissen zufolge wiesen 25,6 Prozent der Teilnehmer Bruxismus auf, während 35 Prozent nächtliches Sodbrennen und GERD-Symptome zeigten. Dabei war Bruxismus mit 43 Prozent bei Männern häufiger als bei Frauen (31 Prozent). Bei GERD gab es hingegen keinen Unterschied.

Die Lateinamerikaner knirschten nur zu 19 Prozent mit den Zähnen, während es bei den Kaukasiern 35 Prozente waren. GERD quälte hingegen Afroamerikaner am häufigsten (40 Prozent), gefolgt von Kaukasiern (34 Prozent) und Lateinamerikanern (31 Prozent). Zwischen selbstberichtetem Bruxismus und GERD sahen die Forscher keine Verbindung.

"Der Zusammenhang zwischen obstruktiver Schlafapnoe und Bruxismus im Schlaf hängt für gewöhnlich mit einer Arousal-Reaktion zusammen. Das Ende eines Apnoe-Ereignisses kann von einer Reihe Mundphänomene begleitet werden, wie Schnarchen, Keuchen, Gemurmel und Zähneknirschen" erläutert Subramanian. "Männer haben typischerweise eine schwerere Schlafapnoe und möglicherweise mehr Arousal-Reaktionen, was die höhere Prävalenz von Zähneknirschen bei Männern erklären könnte. Außerdem neigen Männer dazu, mehr Schlafapnoe-Symptome als Frauen anzugeben, wie Schnarchen, lautes Gegrunze, und bezeugte Apnoen."

Auch andere Faktoren könnten helfen, den Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Zähneknirschen zu erklären, darunter Angst und Koffeinkonsum.

"Hohe Grade an Angst können zu Bruxismus führen und unbehandelte Schlafapnoe führt bekanntlich zu affektiven Störungen, inklusive Depression und Angst", sagte Subramanian. "Tagesschläfrigkeit durch Schlafapnoe kann jemanden zum Koffeinkonsum veranlassen - und dies ist mit einem hohen Bruxismus-Risiko in Verbindung gebracht worden."

Zahnärzte sollten demnach Patienten mit Bruxismus ein Screening auf Schlafapnoe empfehlen und Schlafspezialisten Patienten mit Schlafapnoe auf das Knirschen hin beobachten und sie gegebenenfalls zum Zahnarzt schicken, empfahl Subramanian.

Quelle: American College of Chest Physicians, 02.11.2009

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