Metabolisches Syndrom und Parodontitis sind miteinander assoziiert


Ein wahrer Teufelskreis

PEKING (MedCon) Das Metabolische Syndrom und Parodontitis beeinflussen sich gegenseitig negativ. Dies haben chinesische Wissenschaftler herausgefunden.

Wie Peng Li von der Peking University und Kollegen im Journal of Periodontology berichten, hatten sie für ihre Fall-Kontroll-Studie 152 Personen mit metabolischem Syndrom und 56 allgemein gesunde Teilnehmer einer gründlichen zahnmedizinischen Untersuchung unterzogen. Dabei bestimmten sie den Attachmentverlust, die Sondierungstiefe, den Blutungsindex sowie den Plaque-Index an jeweils zwei Stellen pro Zahn (mesio-buccal und disto-lingual). Außerdem erfassten die Wissenschaftler die Zahl der fehlenden Zähne.

Die Auswertung der erhobenen Parameter ergab, dass männliche Patienten mit dem metabolischen Syndrom signifikant jünger waren und signifikant schlechtere Parodontalparameter hatten als Männer aus Kontrollgruppe.

Weibliche Patientinnen mit dem metabolischem Syndrom waren signifikant älter und hatten ebenfalls schlechtere Parodontalparameter als Frauen der Kontrollgruppe. Allerdings bestand nur beim Plaque-Index ein signifikanter Unterschied (p = 0,001) zwischen den beiden Gruppen.

Nach Berücksichtigung von Geschlecht, Alter und Rauchverhalten betrugen die angepassten Odds Ratios für ein metabolisches Syndrom bei Patienten, die einen Attachementverlust von mehr als drei Millimetern an weniger als 33 Prozent, an 33 bis 67 Prozent oder an mehr als 67 Prozent der Zähne zeigten 6,9 (95%-Konfidenzintervall (KI): 1,07 - 44,77), 9,9 (95%-KI: 1,50 - 65,24) bzw. 15,6 (95%-KI: 2,20 - 110,43).

Bei Patienten, die vier Symptome eines metabolischen Syndroms zeigten, waren die meisten Parodontalparameter am höchsten. Allerdings waren diese Unterschiede statistisch nicht relevant.

"In unserer Studie hatten Patienten mit dem metabolischen Syndrom einen schlechten Parodontalstatus. Außerdem war Parodontitis mit einem metabolischem Syndrom assoziiert - unabhängig von anderen Risikofaktoren", schlussfolgern die Autoren aus ihren Ergebnissen.

Quelle: Journal of Periodontology 2009, 80: 541-549

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