Mundhöhlenkeime in der Ätiologie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen:


Streptococcus mutans in kardiovaskulären Proben besonders häufig

OSAKA (MedCon)- Spezifische orale Bakterien-Spezies - wie Streptococcus mutans und Aggregatibacter actinomycetemcomitans – hängen mit Bakteriämien zusammen und stellen möglicherweise ätiologische Faktoren für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen dar, berichten Forscher aus Japan.

Bekanntlich werden Mundhöhlenkeime mit der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Um dies näher zu klären, untersuchten die Wissenschaftler um K. Nakano von der Osaka University Graduate School of Dentistry die Verteilung von Mundhöhlenkeimen in Proben, die bei Herz-Kreislauf-Operationen entnommen worden waren.

Insgesamt nahmen 203 konsekutive Patienten an der Studie teil. Von diesen wurden 82 Aortenklappen-Proben, 35 Mitralklappen-Proben und 86 Proben der Wand von Aortenaneurysmen, darunter 16 mit aneurysmalem Thrombusgewebe, genommen.

Zudem entnahmen die Forscher bei derselben Gruppe von Patienten, die sich einem Klappenersatz oder einer Entfernung des Aortenaneurysmas unterzogen, 58 Proben dentaler Plaque.

Die Bakterien-DNS extrahierten die Wissenschaftler in jenen Fällen sowohl aus kardiovaskulärem Gewebe als auch dentaler Plaque und setzen dann Spezies-spezifische PCR-Tests ein, um das Auftreten von sechs oralen Streptokokken- und sechs parodontalen Bakterien-Spezies zu bestimmen.

Den Ergebnissen zufolge, die in der Januarausgabe von Oral Microbiology and Immunology erschienen sind, fanden die Forscher Streptococcus mutans in den kardiovaskulären Proben am häufigsten, gefolgt von Aggregatibacter actinomycetemcomitans. Was die Plaque-Proben der Patienten mit kardiovaskulären Eingriffen angeht, wo wurden die meisten der getesteten Parodontitis-assoziierten Spezies als auch die oralen Streptokokken in hohen Dichten gefunden.

"Darüber hinaus betrug die Positiv-Rate von S. mutans in kardiovaskulären Proben jener Patienten, deren Plaque ebenfalls positiv für S. mutans war, 78 Prozent – was signifikant höher war als für jede andere getestete Spezies, für die dieselbe Analyse vorgenommen wurde", ergänzt das Team um Nakano.

Quelle: Oral Microbiology and Immunology 2009; 24 (1): 64-8

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