Parodontaltherapie vermindert Schwere der rheumatoiden Arthritis


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CLEVELAND (MedCon) - Eine nicht-chirurgische Parodontaltherapie bessert die Zeichen und Symptome der rheumatoiden Arthritis (RA) - unabhängig davon, ob die betroffenen Patienten Medikamente einnehmen oder nicht. Dies geht aus einem Artikel im Journal of Periodontology hervor.

Nabil Bissada von der Case Western Reserve University und Kollegen hatten an 40 Patienten mit mittelschwerer oder schwerer RA sowie schwerer Parodontitis die Auswirkungen einer Parodontaltherapie auf die Arthritisbeschwerden untersucht.

Die Wissenschaftler teilten die Patienten randomisiert zwei Studienarmen zu: 20 Studienteilnehmer erhielten eine nicht-chirurgische Parodontaltherapie mit Skaling und Wurzelglättung sowie Hinweisen zur Mundhygiene. Die Teilnehmer des anderen Studienarms erhielten keine Parodontaltherapie. Alle Studienteilnehmer erhielten krankheitsmodulierende Medikamente gegen ihre RA, 20 hatten vor Studienbeginn bereits eine Therapie mit Anti-Tumornekrosefaktor-alpha (anti-TNF-alpha) erhalten.

Studienparameter waren die Sondierungstiefe, das klinische Attachement-Level, Blutungen auf Sondierung, der Gingival-Index, der Plaque-Index, der Krankheitsaktivitätswert der RA (DAS28) sowie die Blutsenkungsgeschwindigkeit, die zu Studienbeginn und sechs Wochen später erhoben wurden. Zur statistischen Auswertung nutzten die Forscher lineare gemischte Modelle, um Unterschiede zwischen den Studienarmen nachzuweisen.

Wie Bissada und Kollegen berichten, zeigten die Patienten mit Parodontaltherapie einen signifikanten Rückgang der mittleren Krankheitsaktivitätswert der RA (DAS28-Wert), der Blutsenkungsgeschwindigkeit (p < 0,001) und des TNF-alpha-Spiegels im Blut (p < 0,05).

Bei den Patienten ohne Parodontaltherapie konnten die Forscher keinen signifikanten Rückgang dieser Parameter beobachten. Die Behandlung mit anti-TNF-alpha verbesserte hingegen das klinische Attachment-Level, die Sondierungstiefe, die Blutungen auf Sondierung sowie den Gingival-Index signifikant.

"Die nicht-chirurgische Parodontaltherapie hatte unabhängig von einer medikamentösen Therapie gegen die RA positive Auswirkungen auf die Zeichen und Symptome der rheumatoiden Arthritis. Eine Behandlung mit anti-TNF-alpha ohne Parodontaltherapie hatte hingegen keinen signifikanten Einfluss auf die Parodontitis", fassen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse zusammen.

Quelle: Journal of Periodontology 2009, 80: 535 - 540

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