Stress und Depression beeinflussen Parodontitis negativ


Von der Linderung der seelischen Not kann auch das Zahnfleisch profitieren

LEWISTON (MedCon) - Bei der Parodontitisprophylaxe sollten psychologische Faktoren wie Depressionen oder Stress mit berücksichtigt werden, da diese über Verhaltensmuster oder physiologische Vorgänge zu parodontalen Schäden führen können. Dies rät ein Forscherteam aus Psychologen und Zahnmedizinern im Journal of Periodontology.

"Stress und Depressionen könnten das Auftreten und Fortschreiten der Parodontitis beeinflussen. Allerdings ist unseres Wissens bislang nicht klar, ob die Mechanismen, über die die beiden psychischen Parameter die Parodontitis beeinflussen, physiologischer Natur, verhaltensbedingt oder beides sind", schreiben Amy E. Rosania vom Bates College in Lewiston und ihre Kollegen.

Sie hatten deshalb 45 Parodontitispatienten aus drei Zahnarztpraxen auf ihren Gesamtgesundheitszustand, chronischen Stress, Depression und demographische Faktoren untersucht. Außerdem maßen sie den Cortisolspiegel im Speichel der Studienteilnehmer.

Dabei zeigte sich, dass chronischer Stress, Depression und die Cortisolspiegel mit Parametern der Parodontitis korrelierten. Außerdem war die Vernachlässigung der Zahnpflege in Phasen von Stress und Depression mit Attachment- und Zahnverlust verbunden.

Nach Berücksichtigung von Alter, Familienanamnese und Zahnputzhäufigkeit waren Depressionen und die Cortisolspiegel im Speichel signifikante Prädiktoren für die Zahl der verlorenen Zähne. Ein ähnliches Modell sagte auch die Zahl der Zähne mit einem klinischen Attachmentverlust von mehr als fünf Millimetern voraus.

Quelle: Journal of Periodontology 2009; 80 (2): 260-6

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