Wurzelbehandlung aus einem Guss


Nanohybridmaterialien machen’s möglich

WÜRZBURG (BIERMANN) - Bei Wurzelbehandlungen verbinden sich die verschiedenen Materialien nicht immer optimal – teilweise sind teure Nachbehandlungen nötig. Eine neue Materialklasse erfüllt die unterschiedlichen Anforderungen.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg haben mit ihren Kollegen der VOCO GmbH einen Werkstoff entwickelt, der sich für alle Komponenten einer Wurzelkanalbehandlung eignet.

"Basis dieses Stoffs sind ORMOCERE®", sagt Dr. Herbert Wolter, Gruppenleiter am ISC. "Diese ORMOCERE® haben wir mit verschiedenen Nano- und Mikropartikeln kombiniert, um die höchst unterschiedlichen Eigenschaften zu erreichen – Experten sprechen von Nanohybridmaterialien."

So sollten die Stoffe, mit denen der Wurzelkanal gefüllt wird, beim Aushärten möglichst nicht schrumpfen, mit der Zahnhartsubstanz dicht abschließen und im Röntgenbild sichtbar sein. Das Material, aus dem der Zahn wieder aufgebaut wird, sollte dagegen die gleichen Eigenschaften aufweisen wie der Zahn selbst.

"Hybridmaterialien eignen sich gut für diese Anforderungen. Ein Beispiel: Sie schrumpfen bei der Aushärtung nur um etwa 1,3 Prozent. Herkömmliche Stoffe schrumpfen meist um 2 bis 4 Prozent. Auch lassen sich die ORMOCERE so einstellen, dass sie gut an den unterschiedlichen Zahnbereichen haften", sagt Wolter.

Derzeit stellen die Mitarbeiter der VOCO GmbH aus den Materialien Dentalpräparate her - die Produktentwicklung ist also bereits in vollem Gange. In wenigen Jahren könnte die neue Entwicklung auf den Markt kommen.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft, Dr. Janine Drexler, 02.11.2009

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