Xylit kann Zahnverlust bei Kleinkindern vorbeugen


Anwendung sollte bereits beim Durchbruch der Milchzähne erfolgen

SEATTLE (MedCon) - Die zweimal tägliche Anwendung eines topischen oralen Xylitsirups während des Durchbruchs der Milchzähne könnte bis zu 70 Prozent des Zahnverlusts bei Kleinkindern vorbeugen. Dies sind die Ergebnisse einer einjährigen Studie, die in der Republik der Marshallinseln durchgeführt wurde.

"Die frühkindliche Karies ist durch einen schweren Zahnverlust im frühen Lebensalter charakterisiert", erklärte Dr. Peter Milgrom von der University of Washington in Seattle und Co-Autor der Studie in den Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine. Darüber hinaus deuteten aktuelle Daten darauf hin, dass die Prävalenz der frühkindlichen Karies zunimmt, vor allem bei Kindern ohne adäquaten Zugang zu zahnmedizinischer Betreuung.

Für ihre Studie hatten die Forscher 94 Kinder zwischen neun und 15 Monaten zufällig und doppelt verblindet zwei Studienarmen zugeteilt: 33 Kinder erhielten, auf zwei Anwendungen verteilt, acht Gramm Xylitol pro Tag (Xyl-2X-Gruppe), 32 Kinder erhielten die gleiche Dosis in drei Gaben pro Tag (Xyl-3X-Gruppe), 29 weitere Kinder (Kontrollgruppe) erhielten eine einzige Dosis Xylitol von 2,67 Gramm und zwei Dosen Sorbitol täglich. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 10,5 Monate.

Die Prävalenz verlorener Zähne betrug 24,5 Prozent in der Xyl-2X-Gruppe, 40,6 Prozent in der Xyl-3X-Gruppe und 51,7 Prozent in der Kontrollgruppe. Verglichen mit der Kontrollgruppe verloren die Kinder der Xylitgruppen signifikant weniger Zähne, wobei das relative Risiko in der Xyl-2X-Gruppe 0,3 (p = 0,003) und in der Xyl-3X-Gruppe 0,5 (p = 0,04) betrug. Die Forschergruppe schätzt, dass die Number needed to treat mit Xylitol (8 g/Tag, 2 Dosen täglich) 4 beträgt.

Diese Ergebnisse seien "außergewöhnlich", schreibt Dr. Burton L. Edelstein von der Columbia University in New York in einem begleitenden Kommentar. Andererseits zeige eine Prävalenz der frühkindlichen Karies von 24 bis 41 Prozent in einer stark kariesbelasteten Population am Ende der Studie, dass es keine einzelne Wunderwaffe zur Lösung des Problems der frühkindlichen Karies gebe.

Quelle: Arch Pediatr Adolesc Med 2009; 163: 601-607, 667-668.

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