Zahnspangen fördern die Candida-Besiedelung der Mundhöhle


Das Augenmerk sollte vor allem auf immungeschwächte Kindern gerichtet werden

HONGKONG (MedCon) - Kieferorthopädische Apparaturen scheinen die Besiedelung der Mundhöhle mit Candida-Arten zu fördern, was vor allem bei immungeschwächten Kindern berücksichtigt werden sollte. Dies fordern chinesische Wissenschaftler im International Journal of Paediatric Dentistry.

"Candida ist ein opportunistisches Pathogen, das bei 50 bis 60 Prozent der gesunden Bevölkerung auftritt und dann pathogen wird, wenn das Immunsystem geschwächt ist, beispielsweise bei einer HIV-Infektion. Die Adhäsion und Besiedelung der Mundhöhle durch Candida albicans ist der erste Schritt zu einer Candidose. Da kieferorthopädische oder andere orale Apparaturen die Mundflora zu verändern scheinen, könnte dies die Balance zu Gunsten der Candida-Besiedelung kippen lassen", schreiben Kyoko Hibino von der Universität Hongkong und Kollegen.

Sie hatten deshalb die Literatur nach Studien durchsucht, die sich speziell mit der Prävalenz und der intraoralen Dichte von Candida-Organismen sowie dem Candida-Status von kieferorthopädischen Patienten vor, während und nach der Behandlung befasst hatten.

"Die begrenzte Zahl entsprechender Studien zeigte, dass die Dichte von Candida mit kieferorthopädischen Apparaturen zunimmt und dass zwischen dem Tragen einer herausnehmbaren Apparatur, Candida und niedrigen pH-Werten des Speichels ein direkter Zusammenhang zu bestehen scheint", schreiben die Autoren.

Die häufigste bei kieferorthopädischen Patienten isolierte Candida-Art war C. albicans. Allerdings hätte kein gesunder Patient durch die kieferorthopädische Apparatur eine Candida-Infektion entwickelt.

Außerdem scheint ein Trend zu bestehen, dass Nicht-Candida-Träger nach dem Einbringer der Apparatur aufgrund unbekannter Mechanismen zu Candida-Trägern werden.

Dies könnte darauf hindeuten, dass bei der kieferorthopädischen Behandlung immungeschwächter Kinder dem erhöhten Risiko einer Candida-Infektion mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, raten die Forscher.

Quelle: International Journal of Paediatric Dentistry, published Online: 16 Apr 2009

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