Desensibilisierende Substanzen

 

Dentinüberempfindlichkeit mindestens vier Wochen lang reduziert

 

ISTANBUL (BIERMANN) – Drei verschiedene desensibilisierende Substanzen haben in einer türkischen Studie die Dentinüberempfindlichkeit vier Wochen lang reduziert. Daten zur weiteren Entwicklung lieferte die Studie aufgrund des Kurzzeit-Designs nicht.

Ugur Erdemir von der Zahnmedizinischen Fakultät der Universität Istanbul und seine Kollegen führten eine doppelblinde klinische Studie mit Split-Mouth-Design durch, um die Wirkung von Seal & Protect (Dentsply DeTrey, Konstanz), Pain-Free (Parkell, Edgewood, N.Y.) und BisBlock (Bisco, Schaumburg, Ill.) zu testen.

Sie wählten 131 Zähne mit Dentinüberempfindlichkeit bei elf Teilnehmern aus und beurteilten die Überempfindlichkeit anhand von taktilen und Luftreizen. Dazu gaben die Teilnehmer die Stärke des Schmerzes auf einer Visuellen Analogskala (VAS) an.

In den unterschiedlichen Quadranten kamen unterschiedliche desensibilisierende Substanzen zur Anwendung. Die Dentinüberempfindlichkeit wurde zehn Minuten nach der Behandlung und nach einer, zwei, drei und vier Wochen getestet, wobei die statistische Auswertung der Daten anhand von Mann-Whitney-U- und Kruskal-Wallis-Tests erfolgte.

Die Ergebnisse dieser statistischen Analyse sind in der Märzausgabe des Journal of the American Dental Association erschienen. Sie zeigen, dass alle VAS-Scores zu den Bewertungszeitpunkten gegenüber den Ausgangswerten signifikant reduziert waren (P < 0,05).

Dabei reagierten mehr Zähne auf Luftreize empfindlich als auf Berührungsreize. Zudem zeigte sich, dass die durchschnittlichen VAS-Scores der Zähne im Unterkiefer signifikant höher waren als jene der Zähne im Oberkiefer, unmittelbar nach der Behandlung (bei Berührungsreizen) und zwei Wochen nach der ersten Anwendung (bei Luftreizen) (P < 0,05).

Der Vergleich der drei Substanzen ergab in den Wochen zwei, drei und vier eine signifikante Reduktion der durchschnittlichen Sensitivitätsscores der Zähne, die mit Seal & Protect und Pain-Free behandelt worden – verglichen mit jenen, die mit BisBlock behandelt worden waren.

"Die Studienergebnisse sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da nicht klar ist, wie viel von den Schmerzlinderungseffekten mit der natürlichen Desensibilisierung der Zähne im Lauf der Zeit zusammenhing", fügen die Autoren abschließend hinzu.

Quelle: J Am Dent Assoc 2010, 141 (3): 285-96

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