Kariesrisiko von Kindern

 

Biolumineszenz hilft bei schneller Beurteilung

 

PORTLAND (BIERMANN) – Laut einer neuen US-Studie stellt die ATP-getriebene Biolumineszenz ein nützliches Instrument in der Zahnarztpraxis dar, um Kinder mit einem hohen Kariesrisiko zu erkennen.

 

Mit der ATP-Biolumineszenz wird sichtbares Licht gemessen, das aus dem in Bakterien enthaltenden Adenosintriphosphat (ATP) generiert wird. Wie die Forscher der Oregon Health & Science University School of Dentistry entdeckten, stellt sie ein innovatives Instrument dafür dar, um schnell die Zahl der oralen Bakterien und die Plaquemenge zu beurteilen.

 

Ihre Studie stellen Shahram Fazilat und Kollegen in der Mai/Juni-Ausgabe von Pediatric Dentistry vor: Demnach untersuchten sie 33 Sieben- bis Zwölfjährige und nahmen neben Proben stimulierten Speichels Plaqueproben von repräsentativen Zähnen innerhalb jedes Quadranten.

 

Die 150 oralen Proben wurden auf angereicherten und selektiven Agarplatten ausplattiert, um die Gesamtzahl der Bakterien und der Streptokokken zu bestimmen. Außerdem wurden sie mittels eines Luciferase-basierten Testsystems Bestimmungen der ATP-getriebenen Biolumineszenz unterzogen.

 

Den Befunde zufolge ergaben statistische Korrelationen, die ATP-Werte mit den Zahlen der Bakterien insgesamt, oralen Streptokokken und Mutans-Streptokokken verknüpften, hochsignifikante r-Werte von 0,854 respektive 0,840 und 0,796.

 

„Unsere klinischen Daten sind mit der Hypothese konsistent, dass ATP-Messungen einen engen statistischen Zusammenhang mit der Bakterienzahl in Plaque- und Speichelproben haben, inklusive der Zahl oraler Streptokokken, und als potenzielles Beurteilungsinstrument für die Mundhygiene und das Kariesrisiko bei Kindern verwendet werden können“, bilanziert das Team um Fazilat.

 

„Der Einsatz der ATP-getriebenen Biolumineszenz hat breite Implikationen für Zahnmedizin und Medizin und kann translational in der Klinik eingesetzt werden, um die Wirksamkeit interventioneller Therapien zu bestimmen, darunter der Einsatz von Mundspülungen und vielleicht in der Detektion bakterieller Infektionen bei Parodontal- und anderen infektiösen Erkrankungen“, merkte Studienleiter Dr. Curt Machida an.

 

Quelle: Pediatric Dentistry 2010; 32 (3): 195-204

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