Studie bestätigt: Milchzähne fallen oft schlechter Ernährung zum Opfer

 

Warum Sie Eltern und Kinder zu (zahn-)gesunder Ernährung schulen sollten

 

BUFFALO (BIERMANN) – Eine vorläufige US-Studie an Kleinkindern, deren Löcher gefüllt werden mussten, hat gezeigt, dass fast 28 Prozent einen BMI oberhalb der 85. Perzentile hatten, was auf Übergewicht oder Adipositas hinweist.

 

Damit liegt dieser Prozentsatz um mehr als fünf Prozent über dem geschätzten US-amerikanischen Durchschnitt. Dies nährt die wachsenden Bedenken, dass der Griff zu ungünstigen Nahrungsmitteln, wie zuckerhaltige Getränke und Fruchtsäfte, vermutlich bei ganz kleinen Kindern sowohl zu Adipositas als auch Karies beitragen.

 

Diese Studienergebnisse wurden am 22. Juni bei der diesjährigen Tagung der Endocrine Society in San Diego, Kalifornien vorgestellt.

 

„Wir stellten die Hypothese auf, dass eine ungünstige Auswahl von Nahrungsmitteln Adipositas und Zahnfäule bei Kleinkindern verknüpfen könnte, aber es gibt nur sehr wenig veröffentlichte Daten, die diese beiden Gesundheitsprobleme miteinander verbinden“, sagte Dr. Kathleen Bethin, Professorin für Pädiatrie an der University at Buffalo.

 

Löcher in den Zähnen gelten laut Healthy People 2010 als häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter, wobei sie in den USA fünf bis zehn Prozent der Kleinkinder betreffen. Zugleich hat sich die Adipositas im Kindesalter in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdreifacht und erreichte 2008 fast 20 Prozent.

 

Die Studie umfasste 65 Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren, die alle eine Narkose brauchten. Sie wurden nach acht- bis zwölfstündigem Fasten gewogen und gemessen. Nach Einleitung der Narkose maßen die Forscher zudem den Taillenumfang und nahmen Blut ab. Während des Eingriffs füllten die Eltern einen Fragebogen aus.

 

Die Daten zeigten, dass von den 65 Kindern 18 (rund 28 Prozent) einen BMI über der 85. Perzentile aufwiesen, der laut Bethin möglicherweise noch höher gewesen wäre, wenn die Kinder nicht gefastet hätten. Der Taillenumfang im Vergleich zur Körpergröße erwies sich bei den übergewichtigen und adipösen Kindern als signifikant höher als bei den Kindern mit Normalgewicht. Außerdem wiesen rund 71 Prozent der Kinder eine Kalorienaufnahme auf, die über den für ihre Altersgruppe normalen 1200 pro Tag lag.

 

„Der wichtigste Punkt unserer Befunde ist, dass schlechte Ernährung Adipositas mit Karies verbinden könnte“, sagt Bethin. Daher könnte die Zahnarztpraxis ein idealer Ort sein, um Familien zu Ernährung und den Risiken von Adipositas und Karies zu schulen, meint sie.

 

„Unsere Ergebnisse fanden keinen Unterschied bei den Gesamtkalorien, die von den über- und den normalgewichtigen Kindern konsumiert wurden“, merkte Bethin an, „daher ist das Problem nicht, per se zuviel zu essen, sondern nur die falsche Auswahl bei den Nahrungsmitteln zu treffen.“

 

Zusammen mit ihren Kollegen analysiert sie nun, ob die übergewichtigen Kinder mehr verarbeiteten Zucker essen, mehr Saft trinken und ob sie andere ungesunde Ernährungsgewohnheiten haben, verglichen mit den normalgewichtigen Kindern.

 

Quelle: University at Buffalo

 

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