Neue Belege für Zusammenhang zwischen RA und Parodontitis

 

Krankheitsaktivität der RA könnte Zahnfleisch über die Zytokinspiegel beeinflussen

 

NIIGATA (BIERMANN) – Die Krankheitsaktivität bei Rheumatoider Arthritis (RA) korrelierte in einer neuen japanischen Studie offenbar mit den Serumspiegeln von IL-6, TNF-α und CRP. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie bei Patienten mit mäßiger bis hoher Krankheitsaktivität den Parameter Blutung auf Sondierung (BOP) beeinflussen könnte.

RA und Parodontitis sind bekanntlich häufige chronisch entzündliche Erkrankungen und teilen sich viele pathologische Charakteristika. Ein ähnliches Profil der Zytokine ist an der Pathogenese beider Erkrankungen beteiligt. Die Beziehung zwischen der Krankheitsaktivität der RA und der Zahnfleischerkrankung ist aber nach wie vor unklar. Diese Studie untersuchte, ob die Krankheitsaktivität der RA die Serum-Zytokin- und die Parodontalprofile beeinflusst.

An der Studie nahmen 84 erwachsene Japaner mit RA und 22 japanische Kontrollpersonen teil. Nach der rheumatologischen und der parodontalen Untersuchung wurde die Krankheitsaktivität von RA mit dem Disease Activity Score bestimmt, der 28 Gelenke umfasst und sich des C-reaktiven Proteins bedient (DAS28-CRP).

Die Serumspiegel der Zytokine, inklusive (IL)-1β, IL-6, IL-12, IL-12 p40, IL-18 und Tumornekrosefaktor-α (TNF-α), wurden per ELISA bestimmt. Das hochsensitive CRP wurde zudem mit einer Latexpartikel-verstärkten nephelometrischen Methode gemessen.

Von den 84 Patienten mit RA zeigten 28 Patienten eine geringe und 56 Patienten eine mäßige bis hohe Krankheitsaktivität. Die Serumspiegel von IL-6, TNF-α und CRP unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen signifikant.

"Zudem wurde bei den 56 RA-Patienten mit mäßiger bis hoher Krankheitsaktivität eine signifikante Korrelation zwischen DAS28-CRP und dem Prozentsatz der Stellen mit Blutung auf Sondierung (BOP) und zwischen den Serum-TNF-α-Spiegeln und dem Prozentsatz der Stellen mit BOP beobachtet", schreibt das Forscherteam um Dr. Tetsuo Kobayashi vom Niigata University Medical and Dental Hospital in Niigata.

Quelle: Journal of Periodontology (2010), 81 (5): 650-657

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