Parodontitis kann zum Schlaganfallrisiko beitragen

 

Betroffen sind bestimmte Patientengruppen

 

SEOUL (BIERMANN) – Die Parodontitis stellt möglicherweise einen unabhängigen Risikofaktor für hämorrhagischen Schlaganfall dar, vermuten koreanische Forscher. Zu den Risikogruppen gehörten Männer, Patienten ohne Diabetes und adipöse Menschen, führt das Team um Hyun-Duck Kim von der Seoul National University aus.

Mehrere Studien hatten nahe gelegt, dass Parodontitis einen Risikofaktor für Schlaganfall darstellt. Aber über die Beziehung zwischen Parodontitis und hämorrhagischem Schlaganfall ist bislang nicht viel geschrieben worden. Daher zielten die koreanischen Forscher mit dieser Studie darauf ab, den Zusammenhang zwischen Parodontitis und hämorrhagischem Schlaganfall zu evaluieren und die betroffene Risikogruppe zu identifizieren.

Die Forscher rekrutierten 165 Patienten, bei denen per CT-Bildgebung des Gehirns festgestellt wurde, dass sie einen hämorrhagischen Schlaganfall erlitten hatten, und 214 Kontrollpersonen ohne Schlaganfall für eine Fall-Kontroll-Studie. Alle Teilnehmer wurden einer parodontalen Untersuchung unterzogen, bei der das klinische Attachmentlevel (CAL) als Marker diente.

Informationen zu soziodemographischen Faktoren, Verhaltensfaktoren, systemischer Gesundheit und eine Familienanamnese der systemischen Gesundheit erhoben sie per Interview anhand strukturierter Fragebögen.

Um den Zusammenhang zwischen Parodontitis und hämorrhagischem Schlaganfall zu evaluieren, setzten Kim und Kollegen multivariate logistische Regressionsanalysen ein. Dabei adjustierten sie nach Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung, Hypertonie, Diabetes, Body Mass Index, Herzerkrankungen, Familienanamnese zu Hypertonie, Diabetes, Herzerkrankungen, Rauchen und Alkoholkonsum. Zudem nahmen sie Subgruppenanalysen vor, um potenzielle Risikogruppen zu untersuchen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Parodontitis nach der Kontrolle um potenzielle Störfaktoren signifikant mit hämorrhagischem Schlaganfall assoziiert war (Odds Ratio 2,5; 95-Prozent-Konfidenzintervall). Allerdings habe dieser Zusammenhang keine dosisabhängige Response für Parodontitis gezeigt (Perzentile der Stellen mit Zahnfleischtaschen mit CAL ≥5 mm von den untersuchten Taschen).

"Der Zusammenhang zwischen Parodontitis (CAL ≥6 mm) und hämorrhagischem Schlaganfall war bei Männern signifikant, Patienten, die ein geringeres Einkommen hatten als die Kontrollpersonen, adipösen Patienten und Patienten ohne Diabetes", schreibt das Forscherteam.

Quelle: Journal of Periodontology 2010; 81 (5): 658-665

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