Pille beeinträchtigt Gesundheit des Zahnfleischs

 

Häufiger schwere Parodontitis und Selektion von Candida-Spezies

 

BUENOS AIRES (BIERMANN) – Orale Kontrazeptive erhöhen das Risiko für schwere Parodontitis und scheinen zu einer Auswahl bestimmter Candida-Arten in den Zahnfleischtaschen zu führen. Dies zeigt eine internationale Studie, die in der Juliausgabe des Journal of Periodontology erschienen ist.

 

Das Team um María Isabel Brusca von der Universität Buenos Aires fand zudem, dass Nutzerinnen oraler Kontrazeptiva eine höhere Prävalenz von Porphyromonas gingivalis, Aggregatibacter actinomycetemcomitans (früher Actinobacillus actinomycetemcomitans) und Prevotella intermedia zeigten als Nicht-Nutzerinnen.

 

Zudem zeigte sich, dass die Candida-Spezies C. albicans, C. parapsilosis, C. krusei, C. tropicalis und C. glabrata in der Lage waren, unter den Bedingungen zu überleben, die von den Sexualhormonen nach drei Jahren geschaffen worden waren.

 

Für ihre Studie untersuchten die Forscher 92 Frauen zwischen 19 und 40 Jahren. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt – Nutzerinnen oraler Kontrazeptiva (OC) und Nicht-Nutzerinnen – und nach dem schwersten Parodontalproblem und der Dauer der OC-Einnahme weiter unterteilt. Von jeder Teilnehmerin wurde eine gepoolte subgingivale Probe kultiviert und analysiert.

 

Die Auswertung zeigte, dass OC-Nutzerinnen – vor allem Raucherinnen – eine statistisch signifikante Zunahme bei der Prävalenz schwerer Parodontitis zeigten. Die OC-Nutzerinnen hatten tiefere Sondierungstiefen (≥5 mm) als die Nicht-Nutzerinnen.

 

„Darüber hinaus hatten OC-Nutzerinnen höhere Scores auf dem Gingivalindex und stärkeren Clinical Attachment Loss als die Nicht-Nutzerinnen“, berichten die Forscher.

 

Außerdem beobachteten sie, dass jene, die die Pille nahmen, signifikant höhere Zahlen an Kulturen aufwiesen, die positiv für Candida waren. Sie konnten sieben Candida-Spezies isolieren.

 

Wie das Team um Brusca schreibt, war bei den OC-Nutzerinnen subgingivale Candida mit P. gingivalis und P. Intermedia assoziiert, bei 82,9 respektive 85,4 Prozent.

 

A. actinomycetemcomitans wurde bei Patientinnen mit mittelschwerer und schwerer Parodontitis isoliert und war mit subgingivalem P. gingivalis, P. intermedia und Candida assoziiert.

 

Quelle: Journal of Periodontology 2010; 81 (7): 1010-18

 

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