Schmerzlinderung bei Scaling und Wurzelglättung

 

Topische Substanzen effektiver als elektronische Dentalanästhesie

 

HARYANA (BIERMANN) – Bei Scaling und Wurzelglättung lassen sich die Schmerzen besser mit 5% EMLA oder einem 20% Lignocain-Pflaster lindern als mit elektronischer Dentalanästhesie, so die Ergebnisse einer neuen Studie. EMLA und das Pflaster waren dabei von der Wirkung her vergleichbar.

 

Die Autoren untersuchten die Effektivität einer eutektischen Mischung aus 25 mg/g Lignocain plus 25 mg/g Prilocain und „Thermosetting“-Substanzen (EMLA), einem 20%- Lignocain-Pflaster und elektronischer Dentalanästhesie bei Scaling und Wurzelglättung (SRP).

 

Das Forscherteam um Dr. Nymphea Pandit von der Rohtak University in Haryana wählte für seine randomisierte, kontrollierte Einzelzentrumsstudie 25 Patienten mit einer Sondierungstiefe von 5 mm oder mehr und einem Score auf der visuellen Analogskala (VAS) von ≥30 mm bei der Sondierung aus. Sie wurden gebeten, den Schmerz anhand der VAS und einer Verbal Rating Scale (VRS) nach Anwendung der drei Substanzen/Methoden zu bewerten.

 

Den Ergebnissen zufolge, die der Juliausgabe des Journal of Periodontology zu entnehmen sind, war die Differenz zwischen den VAS-Werte des Pflasters und EDA (p = 0,012) und EMLA und EDA (p = 0,018) signifikant. Der Unterschied zwischen dem Pflaster und EMLA war hingegen nicht signifikant (p = 1,000).

 

„Der Unterschied zwischen den VRS-Werten von Pflaster und EDA (p = 0,046) ist signifikant, wohingegen jener zwischen Pflaster und EMLA (p = 0,655) und EMLA und EDA (p = 0,180) nicht-signifikant ist“, berichten die Autoren.

 

Laut den VRS-Scores gaben zwölf Prozent in der Pflastergruppe keinen Schmerz an, 84 Prozent leichten Schmerz und vier Prozent mäßigen Schmerz. „In der EMLA-Gruppe gaben 16 Prozent keinen Schmerz an, 76 Prozent leichten Schmerz und acht Prozent mäßigen Schmerz“, beobachtete das Team um Pandit. In der EDA-Gruppe jedoch klagten 88 Prozent über leichten und zwölf Prozent über mäßigen Schmerz. Die gute Nachricht: Keiner der Teilnehmer klagte über schwere Schmerzen. Ein Teilnehmer in der Pflastergruppe zeigte als Nebenwirkung eine leichte Rötung.

 

Quelle: Journal of Periodontology 2010; 81 (7); 1035-40

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