Studie belegt erneut Verbindung zwischen Parodontitis und rheumatoider Arthritis

 

Rheuma-Patienten haben mehr Zahnfleischprobleme

 

WASHINGTON (BIERMANN) – Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) leiden häufiger und schwerer unter Parodontitis als Kontroll-Patienten mit Arthrose. Das zeigt eine neue Studie an einer Kohorte von US-Veteranen.

"Bei Epidemiologie und Immunpathogenese von Parodontitis und RA bestehen Ähnlichkeiten, aber die Zusammenhänge zwischen ihren jeweiligen Krankheitsaktivitäten und -Schweregraden sind weniger gut dokumentiert", erläutern Addie Dissick vom Veterans Affairs Medical Center in Washington, DC, und Kollegen den Hintergrund ihrer Studie.

Daher evaluierten sie Prävalenz und Schwere von Parodontitis bei US-Veteranen mit RA und ihre Beziehung mit der RA-Krankheitsaktivität und -Schwere. Insgesamt untersuchten sie 69 Patienten mit RA (57 Männer und 12 Frauen) sowie 35 Patienten mit Arthrose (30 Männer und 5 Frauen).

Vorliegen und Schwere der Parodontitis wurden von Zahnärzten beurteilt, die die rheumatologischen Diagnosen nicht kannten. Zusammenhänge zwischen Parodontitis und RA wurden per multivariater Regression untersucht, der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Maßen für die Krankheitsschwere bei RA anhand des χ2 -Test.

Ihre Ergebnisse stellen Dissick und Kollegen in der Februarausgabe des Journal of Periodontology vor. Demnach war eine mäßig schwere bis schwere Parodontitis bei RA-Patienten häufiger (51 Prozent) als bei den Arthrose-kranken Kontrollen (26 Prozent). Dieser Zusammenhang war unabhängig von Alter, ethnischen Wurzeln, Rauchen, Diabetes mellitus und Geschlecht.

RA-Patienten, die positiv auf Rheuma-Faktor (RF) getestet wurden, hatten mit größerer Wahrscheinlichkeit eine mäßig schwere bis schwere Parodontitis (59 Prozent) als RF-negative Patienten (15 Prozent). Ähnlich sah es bei den Antikörpern gegen zyklische zitrullinierte Peptide (CCP) aus. RA-Patienten, die CCP-positiv waren, hatten eher eine mäßig schwere bis schwere Parodontitis (56 Prozent) als Patienten, die CCP-negativ waren (22 Prozent). Zusammenhänge des Parodontitis-Status mit anderen Maßen der RA-Krankheitsaktivität oder -Schwere gab es nicht.

Wenngleich das Vorliegen von Parodontitis bei RA-Patienten nicht mit der Krankheitsaktivität zusammenhing, war es mit der Seropositivität für RF und CCP-Antikörper assoziiert. Dies betrachten die Autoren als sehr relevant, da diese Autoantikörper mit schlechten Outcomes und der Krankheitspathogenese bei RA zusammenhängen.

Quelle: Journal of Periodontology 2010 (81) 2: 223-30

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