Weitere Verbindung von Mund- und Herzgesundheit entdeckt

 

Parodontitis sagt ACS-Rezidiv voraus

 

KRISTIANSTAD (BIERMANN) – Eine Parodontitis-Diagnose ist laut einer neuen Studie einer der Vorhersagefaktoren für ein rezidivierendes akutes Koronarsyndrom (ACS). Als weitere kristallisierten sich die Zahlen der weißen Blutkörperchen (WBC) und die Serumkreatininspiegel heraus. Die Zahlen mutmaßlicher Pathogene waren bei den Teilnehmern mit ACS zwar erhöht, sagten aber künftige ACE-Ereignisse nicht voraus, wie die Forscher um Stefan Renvert vom Zentralkrankenhaus im schwedischen Kristianstad fanden.

 

Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 165 konsekutive Patienten mit ACS und 159 medizinisch gesunde, passend zugeordnete Kontrollpersonen und beobachteten sie drei Jahre lang nach. Dabei definierten sie Parodontitis anhand des Verlusts an Alveolarknochen. Subgingivale mikrobielle Proben untersuchten sie per Checkerboard DNA-DNA-Hybridisierung.

 

Seine Ergebnisse stellte das Team um Renvert in der Juliausgabe des Journal of Periodontology vor. Demnach fanden sie ein ACS-Rezidiv bei 66 von 165 (40 Prozent) der Teilnehmer sowie ein erstes ACS-Ereignis bei sieben der 159 (4,4 Prozent), die eingangs zu den Kontrollpersonen zählten.

 

„Teilnehmer, die später ein zweites ACS-Ereignis hatten, waren älter (p < 0,001)“, berichten die Forscher. Sie fanden bei Personen mit künftigen ACS signifikant höhere Spiegel an High-Density Lipoprotein (p <0,05), Kreatinin (p < 0,01) und WBC (p < 0,001).

 

Die Auswertung zeigte zudem, dass Parodontitis mit einem ersten ACS-Ereignis (unbearbeitete OR 10,3:1; 95%-KI 6,1 bis 17,4; p <0,001) und dem Rezidiv eines ACS assoziiert war (unbearbeitete OR 3,6:1; 95%-KI: 2,0 bis 6,6; p < 0,001).

 

Die weitere multivariate Analyse mit allgemeinen linearen Modellen, die unter anderem das Alter berücksichtigte, ergab, dass die WBC-Zahlen (F = 20,6; p < 0,001), Parodontitis (F = 17,6; p < 0,001) und die Serumkreatininwerte (F = 4,5; p < 0,05) ein künftiges ACS-Ereignis erklärten.

 

Quelle: Journal of Periodontology 2010; 81 (7) :992-1000

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