Defekte Amalgamfüllungen


Lieber reparieren als austauschen

GAINESVILLE (BIERMANN) – Eine prospektive klinische Kohorten-Studie über sieben Jahre zeigt, dass es sinnvoller ist, defekte Amalgamrestaurationen zu reparieren anstatt sie auszutauschen.

An der Studie nahmen insgesamt 50 Patienten zwischen 21 und 77 Jahren (Durchschnittsalter 56 Jahre) mit 113 defekten Amalgamfüllungen teil. die Forscher wiesen jeden Zahn einer von fünf Behandlungsgruppen zu: Reparatur mit Amalgam (n = 20), Versiegelung defekter Ränder (n = 23), Nachbearbeitung (n = 23), Austausch (n = 22) oder keine Behandlung (n = 25).

Die Gruppen mit Austausch und keiner Behandlung dienten als Vergleichsgruppen. Das Team um Prof. Gordan von der University of Florida wies ihnen randomisiert 47 Zähne zu. Zwei Zahnärzte untersuchten die Füllungen vor und nach der zugewiesenen Behandlung und bei den nachfolgenden Zahnarztbesuchen. Dabei setzten sie die modifizierten Kriterien des U.S. Public Health Service ein, inklusive Randanpassung, anatomischer Form, okklusalem und proximalem Kontakt, postoperativer Sensitivität und Sekundärkaries.

Die Zahnmediziner untersuchten bei der Wiedereinbestellung nach einem Jahr 94 Restaurationen (83 Prozent), nach zwei Jahren 74 Restaurationen (65 Prozent) und nach sieben Jahren 54 Restaurationen (48 Prozent). Die meisten der degradierten und fehlgeschlagenen Restaurationen beobachteten sie nach den ersten zwei Jahren.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass bei der Wiedereinbestellung nach sieben Jahren ein gewisser Grad an Degradation in allen Behandlungsgruppen aufgetreten war, inklusive der Ersatzgruppe, ohne signifikante Ausfallrate“, berichten die US-Forscher.

Ihrer Ansicht nach sprechen die Ergebnisse bei lokal begrenzten Defekten eher für die Reparatur defekter Amalgamfüllungen als für den Austausch. Darüber hinaus zeigten die Studienbefunde, dass in künftigen kontrollierten klinischen Studien alle Zähne randomisiert zugewiesen werden könnten.

Künftige randomisierte Studien seien nötig, um diese Befunde zu bestätigen.

Quelle: J Am Dent Assoc July 2011; 142(7): 842-849

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