Entwicklung der Parodontitis bei mehr und weniger therapietreuen Patienten


Rauchen und Diabetes fördern Progression

BELO HORIZONTE (Biermann) – Eine Parodontitis lässt sich nur im Griff halten, wenn die Patienten auch regelmäßig zur Behandlung kommen. Diese Beobachtung, die viele Zahnärzte aus ihrer täglichen Praxis kennen dürften, wird nun durch eine brasilianische Studie untermauert.

Darüber hinaus hat diese Studie aber auch gezeigt, dass wichtige Risikovariablen wie Rauchen und Diabetes den Parodontalstatus beeinflussen. Daher sollten sie berücksichtigt werden, wenn das Risikoprofil eines Patienten und die Länge der Intervalle für die parodontale Erhaltungstherapie bestimmt werden, empfehlen die Forscher.

Das brasilianische Forscherteam um Dr. Fernando Oliveira Costa von der University of Minas Gerais rekrutierte aus einer prospektiven Kohorte mit 238 Patienten unter parodontaler Erhaltungstherapie (PMT) insgesamt 58 Patienten mit guter Compliance (RC) und 58 Patienten, die unregelmäßig kamen (EC). Dabei ordneten die Forscher die Patienten nach Geschlecht, Diabetes und Rauchergewohnheiten passend zu.

Die Nachbeobachtung zeigte, dass Parodontitis und Zahnverlust bei den Patienten, die sich regelmäßig behandeln ließen, signifikant weniger fortschritten als bei denjenigen mit schlechter Compliance. Kam zu schlechter Compliance auch noch Rauchen hinzu, schritt die Parodontitis noch schneller fort.

Anhand multivariater logistischer Regression analysierten die Autoren den Einfluss der von ihnen untersuchten Variablen. Das finale logistische Modell für die Progression der Parodontitis umfasste in der Gruppe der regelmäßig behandelten Patienten das Rauchen (Odds Ratio [OR] 4,2) und >30% der Stellen mit Blutung auf Sondierung (BOP) (OR 2,8).

In der Gruppe der unregelmäßig behandelten Patienten beinhaltete es das Rauchen (OR 7,3), >30% der Stellen mit BOP (3,2), Sondierungstiefen von 4 bis 6 mm an zehn Prozent der Stellen (OR 3,5), Diabetes (OR 1,9) und die Zahl der verlorenen Zähne (OR 3,1).

Quelle: Journal of Periodontology 2011; 82: 9: 1279-1287

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