Fissurenversiegler mit antibakterieller Aktivität

 

Zusatz von Monomer verändert mechanische Eigenschaften des Materials nicht

CHICAGO (BIERMANN) – Ein kommerziell erhältlicher Fissurenversiegler lässt sich mit antibakterieller Aktivität ausstatten. Das zeigt eine neue Studie, die im Journal of the American Dental Association erschienen ist.

Das Forscherteam um Feng Li fügte einem Fissurenversiegler ein antibakterielles Monomer (Methacryloxylethylcetyldimethylammoniumchlorid, DMAE-CB) hinzu. Die Konzentration, in der die Autoren das DMAE-CB dem Fissurenversiegler (Helioseal, Ivoclar Vivadent, Schaan, Lichtenstein) zusetzten, betrug 1 Gewichtsprozent. Derselbe Versiegler ohne DMAE-CB diente als Negativkontrolle, als Positivkontrolle der Fluorid freisetzende Fissurenversiegler Helioseal F (Ivoclar Vivadent).

Li et al. bestimmten die Effekte der ausgehärteten Versiegler und ihrer Eluate auf das Wachstum von Streptococcus mutans anhand eines Film-Kontakttests respektive von Absorptionsmessungen. Zudem maßen sie den Oberflächenkontaktwinkel, den Grad der Konversion, die Mikrohärte und die Mikroleckage.

Die Ergebnisse zeigten, dass der ausgehärtete DMAE-CB-haltige Versiegler im Vergleich zur Negativkontrolle einen hemmenden Effekt auf das Wachstum von S. mutans (P < 0,05) hatte, während keines der Eluate dieser Versiegler eine nachweisbare antibakterielle Aktivität aufwies. Die Positivkontrolle zeigte keine nachweisbare bakterizide Aktivität.

Darüber hinaus gab es zwischen der DMAE-CB-Gruppe und der Gruppe mit Negativkontrolle keine signifikanten Unterschiede bei Kontaktwinkel, Konversionsgrad, Mikrohärte und Mikroleckage (P > 0,05).

„Die Einbindung von DMAE-CB kann dem Versiegler eine antibakterielle Kontaktaktivität nach der Polymerisation verleihen, indem es das Wachstum von S. mutans beeinflusst“, schlussfolgern die Autoren. Die Einbindung kleiner Mengen des Monomers DMAE-CB zeigte keinen Einfluss auf Kontaktwinkel, Konversionsgrad, Härte und Mikroleckage der Versiegler.
 
Diese Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die potenzielle klinische Leistungsfähigkeit des Versieglers mit antibakterieller Aktivität zu, so das Fazit der Autoren.

Quelle: J Am Dent Assoc 2011; 142 (2): 184-93

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