Mundschleimhaut von Kindern kann Exposition gegenüber Passivrauch verraten


Rauchende Eltern können zu Pigmentierung der Gingiva beim Nachwuchs führen

BANGALORE (BIERMANN) – Das Rauchen führt nicht nur an der Gingiva von Rauchern zu einer Pigmentierung: Selbst der Passivrauch kann dieses Phänomen bei Nichtrauchern auslösen. Zu diesem verblüffenden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie aus Indien.

Nichtraucher, die gegenüber Passivrauch exponiert sind, absorbieren Nikotin und andere Substanzen ebenso wie Raucher, erläutert das Team um Dr. Srirangarajan Sridharan den Hintergrund ihrer Studie. Mit zunehmender Exposition gegenüber Passivrauch nimmt die Konzentration schädlicher Substanzen im Körper ebenfalls zu.

Die schädlichen Effekte von Passivrauch reichen von Pigmentierung der Gingiva bis hin zu Lungenkrebs und Tod. Die Exposition gegenüber Passivrauch ist schwer zu messen. Sie ist näherungsweise durch Schätzungen nach eigenen Angaben abgeschätzt worden, vor allem anhand der Raucheranamnese von Ehegatten.

Die Dokumentation der gingivalen Pigmentierung bei Nichtrauchern ist dürftig und widersprüchlich geblieben. Die Autoren versuchten, festzustellen, wie das Rauchen der Eltern die gingivale Pigmentierung von Kindern und jungen Erwachsenen beeinflusst. Dazu beurteilten sie ihre Kotininspiegel im Urin.

Insgesamt 153 nicht rauchende Teilnehmer mit mindestens einem rauchenden Elternteil wurden am Bangalore Institute of Dental Sciences and Postgraduate Research Center in Bangalore, Indien, randomisiert.

Diese Teilnehmer wurden auf Basis des Alters in drei Gruppen eingeteilt. Die Raucheranamnese der Eltern erhoben sie anhand eines Interviews mit den Teilnehmern und ihren Eltern.

Wie stark die Gingiva der Teilnehmer pigmentiert war, beurteilten die Forscher anhand des Gingival Pigmentation Index und einem standardisierten digitalen oralen Foto. Die Kotininspiegel wurden per Urinanalyse bestimmt.

Den Ergebnissen zufolge, die im aktuellen Journal of Periodontology erschienen sind, war die Prävalenz der Pigmentierung bei den Passivrauchern statistisch signifikant (P <0,05). Erhöhte Kotininspiegel wurden in Gruppe 3 beobachtet (Alter 19-24 Jahre).

Quelle: Journal of Periodontology 2011, 82 (7): 956-962

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