Porphyromonas gingivalis:

 

Potenzielle Verbindung zwischen schlechter Mundgesundheit und Herzinfarkt

 

GÄVLE (BIERMANN) – Schwedische Forscher haben eine mögliche Verbindung zwischen schlechter Mundgesundheit und Myokardinfarkten entdeckt.

Das Team um Anders Holmlund vom Gävle County Hospital stellte nicht nur diesen Zusammenhang an sich fest, sondern auch, dass die Konzentrationen der IgG gegen Porphyromonas gingivalis (Pg) sowohl mit Myokardinfarkten als auch der oralen Gesundheit zusammenhingen. Dies spricht dafür, dass dieses Pathogen eine potenzielle Verbindung zwischen oraler Gesundheit und kardiovaskulären Erkrankungen (CVD) darstellt.

In ihrer Fall-Kontroll-Studie untersuchten die Autoren die orale Gesundheit von 100 Patienten mit MI und 100 nach Alter und Geschlecht passend ausgewählten Kontrollen aus derselben Region.

Es zeigte sich, dass die MI-Gruppe einen signifikant höheren parodontalen Knochenabbau (PBL), eine höhere Zahl vertiefter Zahnfleischtaschen (NT) und eine geringere Zahl von Zähnen aufwies als die Kontrollen.

Außerdem beobachteten die Wissenschaftler, dass die Konzentrationen der IgG-Antikörper gegen Pg bei Personen mit Myokardinfarkt höher waren (p=0,043), ebenso bei jenen mit >4 vertieften Zahnfleischtaschen (p=0,05), BOP>20% (p=0,001) und PBL (p=0,0003).

Als die Autoren die oralen Parameter in das logistische Regressionsmodell einschlossen (p=0,69), verschwand die Beziehung zwischen MI und Pg IgG. Dies deutet auf einen kausalen Pfad hin. Hingegen beobachteten sie keinen Zusammenhang zwischen MI und Aggregatibacter actinomycetemcomitans.

Quelle: International Journal of Cardiology 2011; 148 (2): 148-153

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