Regenerative endodontische Verfahren:


EDTA lässt Stammzellen überleben, CHX nicht

SAN ANTONIO (BIERMANN) – Die Ergebnisse dieser aktuellen US-Studie zeigen, dass schon allein die Spüllösungen die Überlebensfähigkeit von Stammzellen von der apikalen Papille (SCAP), die mit mit STRO-1-angereichert wurden, im Wurzelkanal stark beeinflussen. Der Einschluss von EDTA in Spülungsprotokolle könnte bei regenerativen Verfahren von Vorteil sein, empfehlen die Forscher.

Bei regenerativen endodontischen Verfahren ist die Desinfektion des Wurzelkanals ein ganz entscheidender Schritt. Doch noch mangelt es bei dieser neuartigen endodontischen Therapie an Standardisierung.

Wie das Team um Dr. Ernesto G. Trevino vom University of Texas Health Science Center in San Antonio schildert, sind zwar zahlreiche Behandlungsprotokolle beschrieben worden, jedoch ohne Kenntnis des Effekts der Desinfektionsprotokolle auf das Überleben der Stammzellen.

Daher testeten sie in dieser Studie die Hypothese, dass unterschiedliche Protokolle zur Spülung des Wurzelkanals das Überleben der Stammzellen von der apikalen Papille (SCAP) verändern.

Die Autoren isolierten SCAP aus unreifen humanen dritten Molaren und selektierten eine Subpopulation von STRO-1-exprimierenden Zellen und expandierten sie in vitro. Sie spülten standardisierte humane Wurzelsegmente (n = 5/Gruppe) mit einem von vier Protokollen: (1) 17% Ethylendiaminetetraessigsäure (EDTA), (2) 6% NaOCl/17% EDTA/6% NaOCl, (3) 17% EDTA/2% Chlorhexidin (CHX) oder (4) 6% NaOCl/17% EDTA/6% NaOCl/Isopropylalkohol/2% CHX.

Anschließend vermischten sie mit STRO-1-angereicherte SCAP mit Thrombozyten-reichem Plasma, säten sie in die Wurzelspitzen ein und kultivierten sie 21 Tage lang.

Anschließend entfernten sie das Kalzium aus den Wurzelspitzen, präparierten sie für die Immunhistochemie und färbten sie für Vimentin und TO-PRO-3 ein. Dann färbten sie den Prozentsatz lebensfähiger (Vimentin-positiver) Zellen auf Basis der Gesamtzellzahlen (TO-PRO-3) für jede Gruppe.

Wie die Ergebnisse zeigten, unterstützte 17% EDTA das Überleben der Zellen am besten (89% Lebensfähigkeit; P < 0,001 versus alle anderen Gruppen), gefolgt von einer Spülung mit 6% NaOCl/17% EDTA/6% NaOCl (74%; P < 0,001 versus die beiden anderen Gruppen, die 2% CHX enthielten). Umgekehrt gab es bei den Protokollen, die 2% CHX einschlossen, keine lebensfähigen Zellen.

Quelle: Journal of Endodontics 2011, Vol. 37 (8): 1109-15, August 2011

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