Versiegelung manifester Okklusalkaries in bleibenden Zähnen

 

Ergebnisse nach 2,5 Jahren vielversprechend

SAN DIEGO (BIERMANN) – Lässt sich manifeste Okklusalkaries mit Erfolg versiegeln, statt sie herkömmlich zu restaurieren? Entsprechende Studienergebnisse nach 2,5 Jahren wurden am 17. März von Studienleiter V. Qvist bei der 89th General Session & Exhibition of the International Association for Dental Research vorgestellt.

Die prospektive, randomisierte Studie wurde im jungen bleibenden Gebiss in zwei parallelen Behandlungsarmen durchgeführt. Insgesamt wurden 523 okklusale Kariesläsionen bei 523 Patienten zwischen 6 und 17 Jahren behandelt. Alle Läsionen wurden als restaurationsbedürftig beurteilt und waren auf die äußere Hälfte des Dentins beschränkt.

Nach der Randomisierung im Verhältnis 2:1 wurden zwischen August 2006 und November 2009 370 Kunststoffversiegelungen und 153 Kunststoffrestaurationen von 72 Zahnärzten vorgenommen. Der Behandlungserfolg wurde jährlich klinisch und radiologisch überprüft. Versiegelungen und Restaurationen wurden anhand von Chi-Quadrat-Tests verglichen.

Nach einer durchschnittlichen Beobachtungsphase von 2,5 Jahren betrug die Ausfallrate 3 Prozent. Von den Versiegelungen funktionierten 76 Prozent gut, 10 Prozent wurden repariert oder erneuert und 15 Prozent wurden durch Restaurationen ersetzt.

Von den Restaurationen funktionierten 96 Prozent gut und vier Prozent wurden erweitert oder ersetzt, was einen signifikanten Unterschied zur Versiegelungsgruppe darstellte (p<0,001). Die radiologische Beurteilung zeigte eine Kariesprogression bei 11 Prozent der versiegelten Zähne und 1 Prozent der restaurierten Zähne (p<0,001).

Die Mehrheit der versiegelten Läsionen wurde in den ersten 2,5 Jahren erfolgreich gestoppt. Damit deuten die Ergebnisse auf die Möglichkeit hin, die Kriterien für eine nicht operative Versiegelung von okklusalen Kariesläsionen im jungen bleibenden Gebiss auszuweiten

Um eine endgültige Schlussfolgerung ziehen zu können, ist jedoch ein längerer Beobachtungszeitraum erforderlich. Die Behandlungen werden mindestens fünf Jahre lang nachbeobachtet werden.

Quelle: International & American Association for Dental Research

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