Wie sich weibliche Hormone auf die Mundgesundheit auswirken

 

Gute Zahnpflege für Frauen noch wichtiger als für Männer

 

CLEVELAND (Biermann) – Für Frauen ist die fleißige Nutzung von Zahnbürste und Zahnseide möglicherweise noch wichtiger als für Männer. Darauf deutet eine Übersichtsarbeit von Prof. Charlene Krejci, Case Western Reserve University, hin: Darin zeigt die Parodontologin einen Zusammenhang zwischen frauenspezifischen Gesundheitsthemen und Zahnfleischerkrankungen. Der Artikel, an dem neben Krejci ihr Kollege Prof. Nabil Bissada beteiligt war, ist in der Mai-Ausgabe von Oral Health and Preventive Dentistry erschienen.

 

Mit dem Alter ergeben sich in der Pubertät, bei der Menstruation, Schwangerschaft und Menopause hormonelle Veränderungen. Krejci stellte anhand einer Durchsicht bereits veröffentlichter Studien fest, dass die weiblichen Hormone, die im Lauf des Lebens einer Frau schwanken, die Bedingungen im Mund verändern können. Dies ermöglicht den Bakterien zu wachsen, ins Blut zu gelangen und etwa Knochenschwund, den Tod des Fetus oder Frühgeburten zu fördern.

 

Insgesamt 61 Artikel aus Fachzeitschriften mit insgesamt fast 100 Studien sah die Zahnmedizinerin durch. Ihr Fazit: „Es gibt definitiv eine geschlechtsspezifische Verbindung zwischen weiblichen Hormonen, Zahnfleischerkrankungen und frauenspezifischen Gesundheitsthemen“, sagte Krejci.

 

„Obgleich Frauen sich tendenziell besser um ihre Mundgesundheit kümmern als Männer, lautet die Hauptbotschaft, dass Frauen noch wachsamer auf die Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch achten müssen, um frauenspezifischen Gesundheitsproblemen vorzubeugen oder ihre Schwere zu verringern“, sagte Krejci.

 

Zusätzlich zur täglichen Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide empfiehlt Krejci, mindestens alle sechs Monate einen Zahnarzt aufzusuchen – oder sogar noch häufiger, falls Zahnfleischprobleme bestehen oder die Frauen unter Knochenabbau leiden oder schwanger sind.

 

Sie fügte hinzu, es sei weithin bekannt, dass Hormone bei einigen Frauen in der Schwangerschaft zu Zahnfleischproblemen führen. Frauen, die bereits vor einer Schwangerschaft zu Zahnfleischerkrankungen neigen, rät sie, sicherzustellen, dass diese Probleme behandelt werden.

 

Früher wurde Frauen von einem Zahnarztbesuch in der Schwangerschaft abgeraten. Heute hingegen werden Scaling und Wurzelglättung zur Beseitigung leichterer Parodontitis auch Schwangeren empfohlen. Eventuelle chirurgische Eingriffe aufgrund von schweren Zahnfleischerkrankungen werden aber generell immer noch auf die Zeit nach der Geburt verschoben.

 

Quelle: Case Western Reserve University, 29.05.2012; Oral Health Prev Dent 10 (2012);1: 83-92



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