In-vitro-Demineralisierung von Zahnschmelz


Je nach Bleaching-Strategie unterschiedlich

TOKIO (Biermann) – Werden Zähne in der Praxis aufgehellt, schont dies den Zahnschmelz offenbar mehr als das Bleaching zuhause. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie aus Japan, die den Grad der In-vitro-Demineralisierung von menschlichem Zahnschmelz nach dem Home Bleaching (HB) und dem Bleaching in der Praxis (Office Bleaching, OB) mit Lichtaktivierung verglich.

Das Team um Dr. Kayoko Ogura von der Showa University in Tokio befasste sich mit dieser Frage, da die Widerstandsfähigkeit von gebleichtem Zahnschmelz gegenüber einer Demineralisierung noch nicht abschließend geklärt wurde.

Die Autoren bleichten Zähne anhand der beiden Methoden auf ein ähnliches Farbniveau. Per Fluoreszenz-Spektroskopie bestimmten sie die Reduktion der Zahnschmelzdichte und die Freisetzung von Kalzium in eine demineralisierende Lösung, nachdem sie die behandelten Zähne zwei Wochen lang darin aufbewahrt hatten. Zudem visualisierten und quantifizierten die Wissenschaftler die Mineralverteilung in demineralisiertem gebleichtem Zahnschmelz unter Verwendung eines mikrocomputertomographischen Analysegeräts.  

Das verblüffende Ergebnis: Der Zahnschmelz, der mit HB-Methoden behandelt oder ohne Bleichen nur der Bestrahlung mit Licht ausgesetzt worden war, zeigte eine erhöhte Demineralisierung. Im Gegensatz dazu war der mit OB behandelte Zahnschmelz resistenter gegenüber der Demineralisierung. Wie die Autoren vermuten, könnte diese Resistenz derart behandelter Zähne darauf zurückzuführen sein, dass das Peroxid in tiefere Schichten des Zahnschmelzes eindringt, bevor es durch die Bestrahlung mit Licht aktiviert wird, was die Mineralisierung fördert.
 
„Die Muster der Mineralverteilung des Zahnschmelzes nach der Behandlung spielen eine entscheidende Rolle dabei, aufgehellten Zähnen Widerstandsfähigkeit zu verleihen“, schlussfolgert das Team um Ogura. Die Bedeutung für die Praxis sehen sie darin, dass das  OB dem Zahnschmelz signifikante Resistenz gegenüber der In-vitro-Demineralisierung verleiht. Sie empfehlen, dass Zahnärzte den HB-Prozess mit Zahnschiene überwachen sollten.

Quelle: The Journal of the American Dental Association 2013;144:799-807



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