Lasertherapie bei Periimplantitis

Überlegenheit nicht belegbar

MINNEAPOLIS (Biermann) – Ist die Lasertherapie – als Mono- oder Zusatztherapie – eine effektive Behandlungsmodalität für Patienten mit Periimplantitis? Um diese Frage zu klären, nahm ein internationales Forscherteam um Dr. George A. Kotsakis von der University of Minnesota in Minneapolis einen systematischen Review samt Meta-Analyse vor.

Das Fazit der Wissenschaftler: Auf Basis der begrenzten Informationen, die derzeit verfügbar sind, konnte keine Überlegenheit der Lasertherapie gegenüber der konventionellen Behandlung identifiziert werden. In Anbetracht der starken Heterogenität und der geringen Zahl der eingeschlossenen Studien schlussfolgern Kotsakis und seine Kollegen vorsichtig, dass die nicht chirurgische Lasertherapie als Phase-I-Therapie zur Behandlung der Periimplantitis untersucht werden könnte. Künftige Forschungsarbeiten sollten Wert auf eine detaillierte Beschreibung der spezifischen Laser-Charakteristika und der Rahmenbedingungen hinsichtlich der Power in klinischen Studien legen, ergänzen die Autoren.

Für ihre Studie hatten Kotsakis et al. die PubMed-Datenbank und das Cochrane Central Register of Controlled Trials bis Juni 2013 elektronisch durchsucht, ergänzt durch manuelle Suchen. Ihre Suche ergab 137 Titel und Abstracts. Nach einem anfänglichen Screening überprüften die Forscher in der zweiten Phase des Reviews 15 der 137 Publikationen. Dabei wurden neun Artikel aus der Analyse ausgeschlossen, sechs kontrollierte klinische Studien blieben übrig.

Die Synthese der Ergebnisse ergab, dass die nicht chirurgische Lasertherapie mit der einzelnen Applikation entweder eines Erbium:Yttrium-Aluminum-Garnet (Er:YAG) (2,940-nm)-Lasers oder eines Dioden(660-nm)-Lasers in Kombination mit einer Phenothiazinchlorid-Anfärbung mindestens sechs Monate lang nach der Intervention effektiv die Entzündung rund um die behandelten Implantate kontrolliert. Hingegen zeigte sich lediglich ein leichter Effekt auf die Reduktion der Sondierungstiefe (Probing Depth, PD) und den Zugewinn beim Clinical Attachment Level (CAL).

Die Autoren fügen hinzu, dass die Information hinsichtlich der klinischen Applikation des CO2 (10,6-µm)-Lasers in der chirurgischen Therapie der Periimplantitis begrenzt sei, der Einsatz könne jedoch vielversprechend sein. Aufgrund der Heterogenität der Studien und der begrenzten Menge an verfügbaren Daten hätten sie nur eine Meta-Analyse zur Effektivität des Er:YAG-Lasers vornehmen können. Die Meta-Analyse habe keine statistisch signifikante Evidenz für Behandlungseffekte bei der Reduktion von PD und beim CAL im Vergleich zu den Kontrollen ergeben.

Quelle: Journal of Periodontology 2014;85(9):1203-1213; dx.doi.org/10.1902/jop.2014.130610



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