Neue Technik: Electrically Accelerated and Enhanced Remineralisation

(Elektrisch beschleunigte und verstärkte Remineralisierung)

Bohrer adé?

LONDON (Biermann) – Werden schon bald kariesbefallene Zähne mit einer elektrisch stimulierten Remineralisierung behandelt? Darauf hofft zumindest die neue Firma Reminova Ltd, die als Ausgründung des King's College London entstanden ist.

Ihr Ansatz besteht darin, den natürlichen Prozess zu beschleunigen, über den Kalzium- und Phosphat-Mineralien in den Zahn aufgenommen werden, um einen Defekt zu reparieren.
Die neue zweistufige Methode präpariert zunächst den geschädigten Teil des Zahnschmelzes und nutzt dann einen winzigen elektrischen Strom, um zur Reparatur der geschädigten Stelle Mineralien in den Zahn „hineinzudrücken“ – ganz ohne Bohren, Injektionen und Füllmaterial.

Der eingesetzte Strom ist weitaus schwächer als derjenige, der aktuell bei Patienten eingesetzt wird. Zudem kann der Patient ihn nicht einmal fühlen. Diese Technik, die als „Electrically Accelerated and Enhanced Remineralisation (EAER)” bezeichnet wird, könnte innerhalb von drei Jahren auf den Markt gebracht werden.

Die Firma ist die erste Ausgründung des King's College London Dental Innovation and Translation Centre, das im Januar 2013  gegründet wurde. Reminova Ltd wird in Perth, Schottland, angesiedelt, da es dort im Bereich Lebenswissenschaften und Zahnmedizin eine starke Basis gibt. Auf diese Weise soll die Arbeit von Prof. Nigel Pitts und Dr. Chris Longbottom, vom Dental Institute des King's College London kommerzialisiert werden.

Zusammen können die beiden Wissenschaftler 80 Jahre Erfahrung in der Zahnmedizin in die Waagschale werfen.  Zuvor haben sie bereits Geräte auf den Markt gebracht, mit denen sich Karies detektieren lässt. Aktuell ist die Firma auf der Suche nach privaten Inverstoren, um ihr Remineralisationsinstrument entwickeln zu können.

„Die Art und Weise, wie wir Zähne heute behandeln, ist nicht ideal – wenn wir einen Zahn mit einer Füllung restaurieren, dann tritt dieser Zahn in einen Zyklus aus Bohren und erneuter Füllung ein, da letzten Endes jede ‘Reparatur’ versagt”, sagte Pitts. „Unser Gerät ist nicht nur gütiger zum Patienten und besser für die Zähne, sondern wir gehen auch davon aus, dass es mindestens genauso kosteneffizient sein wird wie aktuelle zahnmedizinische Behandlungen. Neben der Bekämpfung des Zahnverfalls lassen sich die Zähne zudem mit unserem Instrument aufhellen.“

Bilder zu dieser Technik gibt es auf der Seite der Washington Post gibt es hier.

Quelle: King's College London, 16.06.2014 



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