Chronische Parodontitis


Besserer Rückgang mit Rosuvastatin-Gel

BANGALORE (Biermann) – In einer aktuellen Studie konnte ein lokal in intraossären Defekten und Zahnfleischtaschen angewendetes In-Situ-Gel mit 1,2% Rosuvastatin Sondierungstiefe und Gingivalindex stärker reduzieren als Placebo. Zugleich verzeichneten die Autoren um Dr. A. R. Pradeep vom Government Dental College and Research Institute, Bangalore, eine verstärkte Zunahme beim klinischen Attachment-Level (CAL).

Zum Hintergrund erläutern die Autoren, dass in der Literatur einige pharmakologische Substanzen, die lokal direkt an den erkrankten Stellen appliziert wurden, den Parodontalstatus verbesserten. Daher untersuchten Pradeep und seine Kollegen die klinische Wirksamkeit eines subgingival applizierten Gels mit 1,25% Rosuvastatin (RSV) – zwecks kontrollierter Freisetzung in ein Methylcellulose-Vehikel verpackt – an Stellen mit intraossären Defekten als Zusatz zu Scaling und Wurzelglättung (SRP). Bei den Studienteilnehmern handelte es sich um Patienten mit chronischer Parodontitis.

Das Forscherteam teilte 65 Patienten in zwei Therapiegruppen ein: Gruppe 1: SRP plus 1,2 mg RSV; Gruppe 2: SRP plus Placebo. Klinische Parameter, inklusive des modifizierten Sulcus-Blutungsindex (mSBI) Sondierungstiefe (PD) und CAL wurden eingangs notiert (vor der SRP) sowie nach 1, 3, 4 und 6 Monaten. Die radiologischen Begutachtungen der Knochenfüllung der intraossären Defekte wurden zu Beginn sowie nach sechs Monaten anhand von Software analysiert.

Pradeep und Kollegen beobachteten in beiden Studiengruppen eine signifikante Verbesserung. Nach sechs Monaten stellten sie eine größere Abnahme der mSBI-Scores in Gruppe 1 (3,71 ± 0,24) im Vergleich zu Gruppe 2 (1,48 ± 0,33) fest.

Darüber hinaus berechneten sie, dass die durchschnittliche Abnahme der PD nach sechs Monaten gegenüber dem Ausgangswert 4,04 ± 0,34 mm in Gruppe 1 und 1,31 ± 0,24 mm in Gruppe 2 betrug. Zudem zeigte sich nach sechs Monaten eine mittlere Zunahme beim CAL gegenüber dem Ausgangswert von 4,2 ± 0,17 mm in Gruppe 1 und  1,4 ± 0,15 mm in Gruppe 2. In Gruppe 1 war die Abnahme der durchschnittlichen intraossären Defekte (2,23 ± 0,32 mm, 48,58%) größer als in Gruppe 2 (0,46 ± 0,02 mm, 10,02%). Alle Patienten hätten das Präparat ohne Nebenwirkungen vertragen, teilen die Autoren mit.

Quelle: Journal of Periodontology 2015; 86(6):738-745; dx.doi.org/10.1902/jop.2015.140631



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