Zirkon- und Titan-Dentalimplantate

Gleichwertigkeit nachgewiesen

HEILIGENSTADT/ JENA (Biermann) – Wissenschaftler des Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (iba) Heiligenstadt e.V. sowie des Klinikums der Friedrich Schiller Universität Jena haben die Gleichwertigkeit von rauen Zirkon- und SLA-Titan Dentalimplantaten nachgewiesen.

Titan stellt zwar aktuell das Standardmaterial in der dentalen Implantologie dar, elektrochemische Korrosion, Sensibilisierungspotential sowie ästhetische Nachteile haben jedoch zur Untersuchung von Zirkonoxid als Alternativmaterial geführt.

Es war zu erwarten, dass ähnlich wie bei Titan auch bei Zirkonoxid die Oberflächenstruktur eine wesentliche Bedeutung für die erfolgreiche Osseointegration hat. Tierstudien zu Zirkonoxid waren diesbezüglich aber bislang nicht erfolgt.

Intensive zellbiologische Tests am iba Heiligenstad hatten bereits auf die Gleichwertigkeit von rauen Zirkonoxidoberflächen im Vergleich zum SLA Titan hingewiesen. Eine tierexperimentelle Studie zur  vergleichenden Evaluation verschiedener Zirkonoxidimplantate in Bezug auf deren Osseointegration erfolgte nun am Klinikum der FSU Jena.

Hierzu wurden in einem von der Thüringer Aufbaubank gefördertem Verbundprojekt von der MOJE Keramikimplantate GmbH & Co. KG verschieden raue Y-TZP Dentalimplantate hergestellt; ein SLA Titanimplantat (Golden Standard) gleichen Makrodesigns wurde von der
Impulse Biomedical Cooperation GbR geliefert und in die Testung mit einbezogen.

Der Bone-Implant-Contact (BIC) wurde mikroradiographisch ermittelt. Es fanden sich
keine signifikanten Unterschiede zwischen Titan und Zirkonoxid. Innerhalb der Gruppe der Zirkonoxidimplantate zeigten zylindrische Implantate unabhängig vom Gewinde 2 Monate p. op. einen signifikant (p = 0,016) höheren BIC als konische Implantate. In Bezug auf die Mikrostruktur wiesen Implantate mit einem mittleren Ra von 1,7 µm nach 4 Monaten einen im Vergleich zu Implantaten mit geringem und hohem Ra signifikant höheren BIC auf (p < 0,001).

Aufgrund dieser eindeutigen und positiven Testergebnisse erfolgte kurzfristig eine industrietaugliche und qualitätskonforme technische Umsetzung von moderat rauen Oberflächen auf die Produktlinie Y-TZP Dentalimplantate der MOJE Keramikimplantate GmbH & Co. KG.

Quelle: Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V., 26.01.2015



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