Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren

Gute Mundhygiene reduziert das Risiko leicht

NEW YORK (Biermann) – Eine schlechte Mundhygiene könnte die Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren begünstigen auch wenn die Kausalität und Unabhängigkeit einiger Indikatoren ungewiss ist. Um mehr Klarheit in diese Zusammenhänge zu bringen, hat ein Forscherteam den Zusammenhang von 5 Indikatoren für Mundhygiene mit neu auftretenden Kopf-Hals-Tumoren erforscht.

Die Wissenschaftler um Dr. Dana Hashim von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, fassten in einer Analyse 8925 Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren und 12.527 Kontrollpatienten aus 13 Studien, die am International Head and Neck Cancer Epidemiology Consortium teilnehmen, zusammen. Zu den untersuchten Indikatoren zählten: keine Zahnprothese, keine Zahnfleischerkrankung (oder Bluten), <5 fehlende Zähne, mindestens 1-mal tägliches Zähneputzen und mindestens ein Zahnarztbesuch pro Jahr.

Anhand logistischer Regression schätzten die Wissenschaftler die Effekte jedes Indikators und des kumulativen Scores auf das Risiko für Kopf-Hals-Tumoren, wobei sie Rauchen und Alkoholkonsum berücksichtigten.

Sie beobachteten inverse Zusammenhänge mit Kopf-Hals-Tumoren  in der vermuteten Richtung für <5 fehlende Zähne (Odds Ratio [OR] 0,78; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,74-0,82), den jährlichen Zahnarztbesuch (OR 0,82; 95%-KI 0,78-0,87), tägliches Zähneputzen (OR 0,83, 95%-KI 0,79-0,88) und gesundes Zahnfleisch (OR 0,94; 95%-KI 0,89-0,99). Kein Zusammenhang zeigte sich hingegen mit dem Tragen von Prothesen.

Diese Zusammenhänge seien über spezifische Krebslokalisationen hinweg relativ konsistent gewesen, vor allem für das Zähneputzen und Zahnarztbesuche, schreibt das Forscherteam in den „Annals of Oncology“. Der auf die Population entfallende Anteil für maximal zwei von fünf Indikatoren für eine gute Mundhygiene habe bei 8,9% (95%-KI 3,3-14%) für Mundhöhlenkarzinome gelegen.

Eine gute Mundhygiene – charakterisiert durch wenige fehlende Zähne, jährliche Zahnarztbesuche und tägliches Zähneputzen – könnte das Risiko für Kopf-Hals-Tumoren leicht reduzieren, bilanzieren Hashim und ihre Kollegen.

Quelle: Ann Oncol 2016 May 27. pii: mdw224. [Epub ahead of print]



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