Stundenweise arbeiten - aber richtig!

 

400 Euro-Jobs schaffen Flexibilität

 

KÖLN (MedCon) - In Zeiten der Wirtschaftskrise überlegen sich viele Arbeitgeber, darunter sicher auch einige Zahnärzte, statt einer neuen Mitarbeiterin in Vollzeit zunächst doch lieber eine 400-Euro-Kraft einzustellen. Für Mitarbeiterinnen, die aufgrund familiärer Gründe keinen Voll- oder Teilzeitjob ausüben können, ist diese Form der Beschäftigung wiederum eine gute Alternative, um trotzdem im Beruf zu bleiben. Allerdings müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Vereinbarung eines solchen Arbeitsverhältnisses einige Regeln beachten.

Für den Arbeitnehmer ist die Tätigkeit dann sozialversicherungsfrei, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt die Höchstgrenze von 400 Euro im Monat nicht überschreitet. Allerdings muss der Arbeitgeber pauschale Abgaben und Beiträge zur Sozialversicherung in Höhe von rund 31 Prozent übernehmen. Für die Abwicklung der Beitragszahlungen ist die Bundesknappschaft-/Minijob-Zentrale zuständig, bei der der Zahnarzt seine geringfügig beschäftigten Mitarbeiter anmelden muss. Die pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden dem Rentenkonto des Arbeitnehmers gutgeschrieben.

Für die entsprechenden Mitarbeiter gilt, dass sie allenfalls noch eine Hauptbeschäftigung, aber keinen weiteren Minijob ausüben dürfen. Nur in diesem Fall bleibt die 400-Euro-Beschäftigung nämlich in allen Versicherungszweigen versicherungsfrei, da die Verdienste aus Minijob und Hauptbeschäftigung nicht addiert werden.

Hat ein 400-Euro-Jobber hingegen noch einen weiteren Minijob bei einem anderen Arbeitgeber, werden die Verdienste aus beiden Beschäftigungen zusammengerechnet. Damit steigt der Gesamtverdienst regelmäßig über die 400 Euro und es werden Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fällig. Ist der Arbeitgeber über diesen Sachverhalt nicht informiert, besteht die Gefahr, dass der Zahnarzt später die Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen muss.

Und auch sonst hat der anstellende Zahnarzt gegenüber 400-Euro-Kräften eine Reihe von arbeitsrechtlichen Pflichten. So muss er bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit bis zu sechs Wochen lang Entgeltfortzahlung an den Arbeitnehmer leisten, er muss dem Arbeitnehmer bezahlten Erholungsurlaub (24 Werktage) gewähren und für die Arbeitszeit, die wegen eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt fortzahlen. Selbstverständlich sind außerdem die gesetzlichen Kündigungsfristen einzuhalten.

Um diese Ansprüche und Rechte im Zweifelsfall auch durchsetzen zu können, sollten geringfügig Beschäftigte unbedingt auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag achten.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Wikipedia

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