Teilzeitarbeit - das sind die Hürden

 

Beantragen Sie Ihren Wunsch schriftlich mit drei Monaten Vorlauf!

 

KÖLN (BIERMANN) Die Betreuung eines Kindes, ein Pflegefall in der Familie oder einfach zuviel Stress: Die Gründe, die eigene Arbeitszeit im Praxisteam herunterfahren zu wollen, sind vielfältig. Doch Vorsicht: Das 2001 in Kraft getretene Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) gilt nicht in jedem Fall!

So haben Arbeitnehmer (abgesehen von der Elternzeit) nur dann einen grundsätzlichen Anspruch auf Teilzeit, wenn sie länger als sechs Monate bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind und das Unternehmen mehr als 15 Mitarbeiter umfasst - was in kleineren Praxen ja eher selten der Fall ist.

Wirkt sich die gewünschte Arbeitszeitverteilung eines einzelnen Mitarbeiters negativ auf das übrige Team aus, weil sie nicht zu den praxisüblichen Arbeitszeiten passt, kann der Chef den Teilzeitwunsch ebenfalls ablehnen – insbesondere dann, wenn es eine Regelung zur praxisüblichen Arbeitszeit gibt. Dies hat auch das Bundesarbeitsgericht bestätigt (BAG, 16.12.08, 9 AZR 893/07).

Dennoch ist es einen Versuch wert: Wenn Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, müssen Sie Ihren Wunsch mit einer Vorlaufzeit von drei Monaten schriftlich beantragen und zusätzlich genau angeben, welche zeitliche Verteilung Ihrer Arbeit Sie wünschen.

Neben den oben genannten Gründen darf der Arbeitgeber einen schriftlichen Antrag auf Teilzeittätigkeit nur dann ablehnen, wenn dem wichtige betriebliche Erfordernisse entgegenstehen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit in der Praxis wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßig hohe Kosten verursacht.

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