Schweinegrippe: Der richtige Umgang mit Influenza-Patienten

 

Bundeszahnärztekammer gibt konkrete Tipps

 

KÖLN (BIERMANN) - Die sogenannte Schweinegrippe und die geplante Massenimpfung bestimmen derzeit die Berichterstattung der Medien. Fernab von theoretischen Szenarien stellt sich für zahnmedizinische Fachangestellte allerdings die ganz konkrete Frage, wie mit grippekranken Patienten in der Praxis umzugehen ist. Schließlich steht die eigene Gesundheit, die des Teams und die der anderen Patienten auf dem Spiel. Dazu gibt die Bundeszahnärztekammer nun konkrete Hinweise.

Da Influenzaviren hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen werden und die Inkubationszeit des H1N1 Influenza-Virus ähnlich wie bei der saisonalen Influenza ein bis vier Tage beträgt, ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts in Berlin anzunehmen, dass manche Patienten bereits am Tag vor Symptombeginn Viren ausscheiden. Die Dauer der Ausscheidung wird mit einer Woche beziffert.

"Zur Verhinderung der Übertragung von Viren durch symptomlos erkrankte Patienten kommt deshalb der Einhaltung von Hygienemaßnahmen große Bedeutung zu"“, schreibt die Bundeszahnärztekammer. Die diesbezüglichen Vorgaben für Zahnarztpraxen seien im Hygieneplan und den Empfehlungen des Robert Koch- Institutes "Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene" festgehalten.

Die Behandlung von Patienten, die bereits Symptome einer Influenza (Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, seltener Übelkeit, Erbrechen und Durchfall) zeigen, sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt, rät die BZÄK. Diese Patienten seien zur Sicherung der Diagnose und ggf. Einleitung einer Therapie an den Hausarzt zu verweisen.

"Für unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen von Patienten die unter Verdacht stehen, an Influenza erkrankt zu sein, gilt es gemäß § 12 BioStoffV / § 14 GefStoffV weitere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen", schreibt die Bundeszahnärztekammer:

  • Räumliche oder organisatorische Trennung der Patienten mit Influenzaverdacht von den Patienten der Normalsprechstunde
  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Schutzmaske FFP2; unsterile Handschuhe nach DIN EN 455, puderfrei, allergenarm; langärmliger Schutzkittel, Arme bedeckend und vorne geschlossen zu tragen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen),
  • Patienten nach Betreten der Praxis für Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten
  • Patienten anhalten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung wechseln.



Aktuelle und ausführliche Informationen zum Thema Schweinegrippe sind auf auch auf den Influenza-Seiten des Robert Koch-Instituts zu finden.

Quelle: Bundeszahnärztekammer , RKI

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