Finanzierung im Dentallabor sichern – Teil 1

 

Experten-Tipps für eine gute kaufmännische Betriebsführung

 

SOEST (BIERMANN) – Eine gute kaufmännische Betriebsführung und professionelle Kommunikation mit Banken sichern die Investitionsfähigkeit und damit die Zukunftsfitness des zahntechnischen Meisterlabors. Dipl.-Betriebswirt (FH) Hans-Gerd Hebinck, Soest, gibt in der „ZahntechnikZeitung“ Tipps, wie sich das bewerkstelligen lässt.


Grundsätzlich halten die KfW-Mittelstandsbank und die Förderbanken der Länder Fördermittel bereit, auf die auch Dentallabore zugreifen können. Bei vielen Banken ist auch das Volumen für Unternehmenskredite gestiegen. Trotz dieser positiven Tendenz haben viele Dentallabore Probleme bei der Kreditvergabe, ist Hebincks Erfahrung.

Die Ursachen liegen häufig darin, dass betriebswirtschaftliche Zahlen kaum geplant werden und die Kommunikation mit den Banken vernachlässigt wird.

Wer sein Dentallabor für die Zukunft rüsten will, sollte diese drei Themen im Griff haben:


1.  Regelmäßiges Controlling (Finanzplanung und aussagefähige Buchführung)

2.  Offene Kommunikation mit den Banken pflegen und deren Sprache

     verstehen lernen

3.  Klare Ziele und maßgeschneiderte Finanzierung für gute Kreditkonditionen


Controlling

Eine Finanzplanung ist einfacher, als oft vermutet wird. Einmal im Jahr sollten alle Kundenumsätze, die Leistungsumsätze der Techniker, alle Kostenbereiche und der Saisonverlauf geplant werden. Der Vorteil: So lassen sich später leicht Soll-Ist-Vergleiche durchführen und der Finanzierungsbedarf ermitteln.

Buchführung:

Unabhängig von steuerlichen Fristen sollten die Bücher direkt nach Monatsende zum Steuerberater gegeben werden; die Auswertungen sollten spätestens bis Mitte des Folgemonats vorliegen. Der Jahresabschluss sollte bis spätestens im April des Folgejahres fertig erstellt sein. Zu überlegen ist – im Gespräch mit dem Steuerberater – ob sich die Buchführungs-Prozesse noch beschleunigen lassen.

Eigenkapital

Die Eigenkapitalquote darf nicht zu niedrig sein; die Quote drückt aus, wie stark das Unternehmen verschuldet ist. Für die Kreditvergabe ist diese Kennziffer sehr wichtig.
Bei einer Eigenkapitalquote unter 30 Prozent wird es kritisch. Die Quote wird verbessert, wenn ein Teil der erwirtschafteten Zahlungsüberschüsse im Betrieb belassen und nicht für private Zwecke entnommen wird.

Liquiditätsmanagement

Jeder Unternehmer sollte prüfen, ob seine Kontokorrentlinie von der Bank sofort fällig
gestellt werden kann. Bei hohen ausgeschöpften Kontokorrentlinien droht sonst plötzliche Zahlungsunfähigkeit.

Solide Investitionsrechnung

Vor jeder Investition eine Investitionsrechnung erstellen, die nicht allein auf den Zahlen und Rechenwegen der Industrie beruhen sollte. Die Modellrechnungen sind häufig „schön gerechnet“ und nicht betriebswirtschaftlich fundiert. Eigene Analysen sind notwendig.

Bankensprache verstehen

Der Unternehmer muss ein verlässlicher Partner für den Banker sein. Deshalb: Alle Zahlen immer rechtzeitig vorlegen, auch wenn aktuell kein Kreditbedarf besteht. Diese Verlässlichkeit kann gerade in Krisen ein entscheidender Vorteil sein.

Klare Unternehmensstrategie

Neben der Unternehmensentwicklung in der Vergangenheit will die Bank wissen, mit welcher Strategie das Labor im Wettbewerb bestehen will und neue Kunden erobern kann. Auf folgende Fragen sollten Sie klare Antworten vorlegen können: Ist die Unternehmensnachfolge gesichert? Warum ist Ihr Dentallabor für Ihre Kunden und Patienten wichtig? Was können
Sie besser als die Wettbewerber? Wo wollen Sie mit Ihrem Dentallabor in den nächsten Jahren hin? Bis wann wollen Sie welche Ziele erreichen?

Für weitere Informationen...hier klicken

Quelle: ZT ZahntechnikZeitung Nr. 7/8  Juli/August

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